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PRIDE Nr. 177 / August 2020

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Queere Sichtbarkeit Im PRIDE-Monat Juni war queeres Leben auch ohne große Paraden und Straßenfeste sichtbar. Egal ob am Kirchenturm in Linz Urfahr, im Stadion in Graz, auf unzähligen Balkonen oder vor Rathäusern (Seite 06 – 11). Es ist auch ein positives Zeichen, wenn der Linzer Gemeinderat entscheidet, einen Regenbogen-Schutzweg einzurichten. Es braucht aber mehr als nur symbolische Gesten, es muss im Interesse eine Kommune sein, Minderheiten auch strukturelle und finanzielle Unterstützung zu geben. Im nahen Ausland wird sehr schnell sichtbar, was passiert, wenn politisch motivierte Diskriminierung das Leben von LGBTIQ*-Personen gefährdet (Seite 33). Viele Erfolge für mehr Gleichberechtigung waren und sind erst wegen des Einsatzes von Einzelpersonen oder Organisationen gelungen. Der CSD zeigt uns, dass Sichtbarkeit auch Normalität herstellen kann. Das muss aber auch gewagt werden. Dazu braucht es engagierte und mutige Menschen, die zeigen für was sie stehen, wer sie sind. In Graz und Salzburg finden am 5. September der CSD 2020 statt – Covid-19-tauglich mit Abstand und in Graz beim Picknick im Volksgarten. Wir sehen uns. Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 176 / Juni 2020

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#blacklivesmatter Nase-Mund-Schutzmasken, Babyelefant und Social Dis­tancing – Wörter die wir leider noch tagtäglich hören müssen. Die Welt im Ausnahmenzustand. Trotzdem geht der Alltag weiter  – langsam soll es wieder in Richtung „Normalität“ gehen.  Wie diese ist, zeigt sich leider noch immer. Die „Ehe für alle“ wird zwar in vielen Ländern umgesetzt, aber konservative Kräfte arbeiten mit enschenverachtenden Mitteln gegen alle, die nicht ihrer „Normalität“ entsprechen. Angebote in der LGBTIQ*-Community – Lokale, Gruppen und wichtige gesellschaftliche Veranstaltungen wie Paraden können nicht stattfinden – viele kämpfen ums nackte (finanzielle) Überleben. Solidarität wird virtuell sichtbar, aber im „echten“ Leben herrscht Angst – Angst vor anderen Menschen, Angst vor einem un­sichtbaren Virus. Kurz vor Drucklegung wurde der Afroamerikaner George Floyd brutal von einem weißen Polizisten ermordet. Die Menschen zeigen sich weltweit solidarisch. Und auch die LGBTIQ*-Bewegung war immer eine bunte, vielfältige Sammlung von Menschen. Jetzt zeigt sich wieder ein weltweites Gespür für Gerechtigkeit. Kämpfen wir weiterhin für Menschenrechte. Egal welche Farbe. Seien wir solidarisch mit denen die immer auch strukturelle Opfer* sind.  #GeorgeFloyd #blacklivesmatter #csd #pride Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 175 / April 2020

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Stay at home Die PRIDE Redaktion hat sich gründlich überlegt, wie sie mit der COVID-19 Pan­demie umgehen soll. Denn die queere Community ist wie alle anderen auch von den Einschränkungen betroffen. Für viele, die als Single leben, ist die Einsamkeit und das Fehlen von sozialen Kontakten eine echte Herausforderung. Und die Ungewissheit, wie lange dieser Zustand noch anhalten und wie sich ein Leben nach dem Lockdown gestalten wird, das kann jetzt noch kein Mensch sagen. Wir haben daher verschiedene Zugänge gewählt: Humor – mit Moment­aufnahmen aus dem Leben von Konrad und Paul;  Information über Dating-Plattformen, homophobe Kirchenvertreter (ohne *) oder der Zusammenhang von Corona und HIV; Persönliches – Teile des Redaktionsteam bringen persönliche Eindrücke; Kultur – auch ohne Live Acts kann Musik und Film konsumiert werden. Heuer wird es keine Paraden und CSDs in gewohnter Form geben – es liegt an jedem/r einzelnen* neue Formen des Protests und des mit­einander Feierns zu finden. Nachtrag: Wir trauern um Mario Krenn der im Alter von 45 Jahren gestorben ist (Seite 26). Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 174 / Februar 2020

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„Take AKT!ion“ Viel Erklärungsbedarf hatten Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne) und Nico Marchetti (ÖVP) beim Community-Infotreffen zu den LGBTIQ*-Themen im neuen Regierungsprogramm. Naturgemäß ist die queere Community enttäuscht über die wenigen, fixierten Punkte im Programm der türkis-grünen Bundesregierung. Je nach Perspektive scheint es ein „Fehlstart“ oder eine „Tiefschwarze Regierung mit grünen Sprenkeln“ zu sein. Wir haben eine erste Analyse vorgenommen und werden kritisch und genau beobachten, was für die LGBTIQ*-Community in den nächsten Jahren konkret umgesetzt werden wird. (Seite 06 – 13) Wie lebendig und farbenfroh die Community nichtsdestotrotz ist war beim Tuntenball erlebbar – erstmals wurde von der Jury „Miss und Mister Tuntenball“ ernannt und mit dem heurigen Thema „Take ACT!ion“ machte der Tuntenball eine klare politische Ansage. Den Tuntenball Award – die Panthera – wurde an Oliver Egger vom Projekt „Fussball für alle“ verliehen (Seite 24 – 25). Offen wird über „Sexworker*innen“ beim „Porn Film Festival Vienna“ der Diskurs geführt (Seite 34/35) und beim Nextcomic-Festival in Linz über „Rollenbilder 2020“ (Seite 38/39). Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 173 / Dezember 2019

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Dickes Fell Die letzte Ausgabe im Jahr 2019 zeigt die Vielfalt queeren Lebens wieder besonders. Während Türkis und Grün intensiv über eine neue Koalition verhandeln und große Brocken zu Brücken umwandeln wollen, hofft die queere Community auf eine neue weltoffenere Bundes­regierung. Im Neuen Jahr wissen wir dann mehr dazu. Dass Minderheiten oft ein dickes Fell brauchen um den Alltag zu überstehen, ist die eine Seite. In der Furry Community fühlen sich Menschen besonders wohl in ihren individuellen Fellkostümen – Furry Kana erzählt in der Titelgeschichte über Fantasiewelten und Sex im Fursuit. (Seite 40) Viele andere Fragen beantworten wir in dieser Ausgabe: Warum war das Parlament noch nie so queer? (Seite 6) Wer kommt in die Endauswahl zur Miss/Mister Tuntenball? (Seite 29) Wie groß sind die Chancen, dass ein Schwuler ins Weiße Haus einzieht? (Seite 32) Wie obszön ist Caravaggio wirklich? (Seite 44) Warum ist eine junge Frau in Flammen? (Seite 49) Die Redaktion wünscht allen Leser*innen, Inserent*innen und Unterstützer*innen gute Feiertage und freut sich über jede Spende – damit wir auch 2020 viele Fragen beantworten können. Danke. Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 172 / September 2019

Queer voting? Vor einem Jahr dachten viele von uns, Ibiza ist einfach ein guter Platz, um im Sommer zu entspannen – ein Video später wissen wir, dass auf der Insel österreichische Geschichte geschrieben wurde. Die Folgen: Abwahl der Regierung durch das Parlament und Neuwahlen. Aus diesem Grund haben wir die Oktoberausgabe vorgezogen, um bei den Parteien nachzufragen, wie sie zu LBGTIQ*-Themen stehen. Aus leidvoller Erfahrung wissen wir, dass der Abbau von Diskriminierung selten von der Regierung ausgegangen ist. Nichtsdestoweniger haben wir drei Fragen gestellt und aus den (Nicht)Antworten können sich die Leser*innen gerne selber ein Bild machen, welchen der Parteien zukunftsweisende Perspektiven und auch konkrete Handlungen zu­zu­trauen sind (S. 06-12). Titelgeschichte: „Queer Voting?“ PDF Datei (3,2 MB): 172_pride_queervoting Auch haben wir spannende Daten über das Wahlverhalten (S. 14-15) und über die Lebenssituationen (S. 22) von bisexuellen und schwulen Männern aufbereitet. Andere wichtige Aktivitäten in Oberösterreich (sommerliche Feiern) und der Steiermark (spannende Podiumsdiskussion mit Outing) finden sich in dieser Ausgabe. Wir hoffen, damit wiederum keine Fake News und dafür mehr echte Fakten zu­sammengetragen zu haben. Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 171 / August 2019

Vom „Gay Riots” zur „Queer Paraden” Paraden für alle – Ehe für alle – Fussball für alle! Die letzten Wochen waren sensationell, auf vielen CSDs und Paraden – nicht nur in Österreich – war Solidarität, Lebensfreude, Protest und Vielfalt sichtbar und spürbar. Darüber gibt es auf mehr als 12 Seiten Berichte aus Wien (Seite 18), Linz (Seite 20), Graz (Seite 26) und Salzburg (Seite 32), sowie Maribor (Seite 34) und Skopje (Seite 37). 50 Jahren nach den ersten „Gay Riots” gibt es aber immer wieder Rückschläge durch konservative Kräfte, wie die Rückwärtsschritte von ÖVP und FPÖ beim Sexualunterricht an Schulen (Seite 6) oder gewalttätige Ausschreitungen bei Paraden im nahen Ausland – dazu aber mehr in der nächsten Ausgabe. Die großen Menschenmengen bei den Paraden zeigen, es gibt eine große Solidarität und eine gemeinsame zukunftsgerichtete Vorstellung, wie wir leben wollen. Bleiben wir stolz, bleiben wir wachsam und bleiben wir neugierig auf die Vielfalt – denn gleiche Rechte müssen immer für alle gelten – und das kommt nicht von alleine. Die Online-Ausgabe erscheint mit Erscheinungsdatum der nächsten Ausgabe: Zur Abobestellung Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 170 / Juni 2019

50 Jahre Stonewall Es begann mit einer Straßenschlacht und wurde zu einer historischen Zäsur – das Aufbegehren gegen Polizeiwillkür an Lesben, Schwule und Transgender in der Christopher Street in New York City ist der queere Feiertag für alle. In 50 Jahren hat sich weltweit vieles zum Besseren entwickelt, aber in noch vielen Ländern gilt die Todesstrafe für gleichgeschlechtliche Liebe. Viele Errungenschaften mussten hart erkämpft werden, konnten erst nach jahrelanger politischer, ehrenamtlicher und juristischer Arbeit umgesetzt werden. In dieser Ausgabe werfen wir einen Blick auf diese historischen Entwicklungen, und geben einen Überblick über CSDs und Paraden in Österreich. (Seite 16 bis 24) Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs, die selbstbestimmt Wahl der Geschlechteridentität als Menschenrecht zu sehen tut sich die vor kurzem abgewählte Regierung schwer – Alex Jürgen muss dafür kämpfen, den richtigen Eintrag in den Dokumenten als intersexueller Mensch zu bekommen (Seite 08). Wir schauen aber auch auf andere spannende Themen: Ein Bericht über queere Urlaubsziele (Seite 36), ein Blick auf die fantastische Show „RuPaul’s Drag Race“ (Seite 38) und Einblicke in die intimen Tagebücher von Gerhard Fritsch (Seite 40). Ausgabe zum online Durchblättern: https://issuu.com/pride-austria/docs/170_pride_web Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 169 / April 2019

Sonne und Schatten Es gibt viel zu feiern: 30 Jahre Tuntenball in der Steiermark zeigen, wie sich aus einem studentisch geprägten Fest auf der Uni ein fantastischer, bunter und gesellschaftspolitisch relevanter Ball entwickeln konnte (Seite 32 – 35). In den evangelischen Kirchen findet eine Öffnung für homosexuelle Paare statt – ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung (Seite 18 – 20). Es gibt noch viel zu tun: Die katholische Kirche scheitert weiterhin an einer wirklich erfolgreichen Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in den eigenen Reihen (Seite 21 – 27). Und im absolutistisch geführten Sultanat Brunei wird die Todesstraße für schwule Muslime eingeführt (Seite 39 – 40). Es gibt auch gute Nachrichten: In Oberösterreich setzt die Stadt Linz ein klares Zeichen für Akzeptanz und Gleichberechtigung der LGBTIQ*-Community mit bunten Regenbogenbänken in Parks (Seite 28).  Und für Liebhaber*innen des anspruchsvollen Kinos verlost PRIDE einen Festivalpass und 4 x 2 Freikarten für das Filmfestival Crossing Europe (Seite 44 – 45). > Queere Filme bei Crossing Europe Ausgabe zum online Durchblättern: PRIDE Nr. 169/April 2019 > https://issuu.com/pride-austria/docs/169_pride_web Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 168 / Februar 2019

Ehe für alle? Logischerweise haben wir die „Ehe für alle“ und was immer auch gerne vergessen wird, die Öffnung der Ein­getragenen Partnerschaft für heterosexuelle Paare als Titelgeschichte gewählt. Nach 40-jährigem K(r)ampf ist es in Österreich soweit, dass wir im Jetzt angekommen sind. Und das ist kein Verdienst der Politik, sondern ganz klar dem jahrelangen Kampf unzähliger Aktivist*innen der LGBTQ- Bewegung und im Besonderen Rechtsanwalt Helmut Graupner zu verdanken. Ohne die jahrelangen (und kostenintensiven) Klagsoffensiven wäre Österreich noch immer eine kleine Insel der Unseligen. Denn nur die Entscheidungen diverser Gerichtshöfe haben die jeweilige Regierung gezwungen, hier diskriminierungsfreie Gesetze zu verabschieden. Und gleichzeitig geht das Spiel wieder weiter, schlecht formulierte Gesetze machen es Paaren unmöglich zu heiraten, wenn sie aus Ländern kommen, in denen es keine entsprechende Regelungen gibt. Österreich diskriminiert unbeirrt weiter – es ist noch ein steiniger Weg. Österreich im Jahr 2019 bedeutet aber auch, dass im Juni die (queere) Welt auf Wien schaut, mit EUROPRIDE 2019 kann Österreich beweisen, dass es in Europa, in der Mitte der Welt, angekommen ist. Hoffen wir darauf und freuen uns mit allen Paaren, die jetzt ihre Liebe offiziell sichtbar besiegeln können. Ausgabe zum online Durchblättern: https://issuu.com/pride-austria/docs/168_pride_web Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 167/Dezember 2018

Feminismus neu? Das Jahr 2018 endet und noch einmal haben wir für diese Dezemberausgabe ein ganzes Bündel an queeren Themen zusammengestellt: Hanna Herbst war mit ihrem provokanten Buch „Feministin sagt man nicht“ in Graz und zeigte auf, was Feminismus und LGBTQI*-Themen miteinander zu tun haben (S. 16-19). Homophobie und Sport sind immer noch ein großes Thema, der ÖFB und die Bundesliga haben mit der Queer Community gemeinsam Lösungswege erarbeitet (S. 12-15). Ein wenig schauen wir dabei im Dezember auch schon auf 2019. Hier kündigt sich ein Jubiläum an: 30 Jahre Tuntenball (S. 27). Anlässlich der Präsentation von Conchitas neuer CD „From Vienna with Love“ sprach PRIDE mit ihr über Community-Hymnen, Männlichkeit, Kanzler Kurz die Europawahl 2018 (S. 34-38). Hier gehts zur Langversion des Interviews: Interview Und als Dankeschön für unsere treuen Leser*innen verlosen wir drei von Conchita handsignierte PRIDE-Cover und eine handsignierte CD (pride.at/verlosungen). Das Team wünscht alles Gute für 2019 und wir freuen uns auf viele persönliche Visionen für 2019 – gemäß dem Motto von EUROPRIDE: „Visions of Pride“. Ausgabe zum Durchblättern: https://issuu.com/pride-austria/docs/167_pride_web Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 166/Okt. 2018

Schwul genug? Die irrsten Abschiebebegründungen Europas werden in Österreich getätigt. Wie schwer es schwule Flüchtlinge haben, gegenüber österreichischen Beamt*innen ihre Verfolgungsgründe glaubhaft zu machen zeigen wir in der Titelgeschichte (S. 12 – 16). Scheinbar lastet ein immer stärkerer Druck auf das Personal im Ministerium, das rechtfertigt aber keine homophoben Asylbescheide, die alte überwunden geglaubte Klischees beinhalten. Wie schwer sich LGBTI-Personen in Österreich am Arbeitsplatz mit ihrer sexuellen Orientierung oder Identität tun zeigen wir ab Seite 18 auf. Und wie schwer sich unsere Bundesregierung tut, eine klare Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes zu akzeptieren und diskriminierungsfrei umzusetzen, zeigen erste Reaktionen und Vorschläge besonders aus dem blauen Regierungseck (S. 21 – 23) – denn 74 % der Österreicher*innen haben nichts gegen die Ehe für alle. Aber es gibt auch Erfreuliches: Mit der neuen Bar CAGE hat Graz wieder einen fixen Treffpunkt für die queere Community (S. 36) und mit der Neueröffnung der 5. Beratungsstelle von COURAGE in Linz wird das Angebot an Beratungsleistungen erweitert (S. 27). Auf kultureller Ebene stellen sich gleich drei Ausstellungen in Linz der Frage: „Wer war 1968?“ (S. 44 – 45) und in Graz gab es viel zu schauen und hören bei der Porn Night (S. 48 – 50).
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PRIDE Nr. 165/August 2018

Queer & Proud RIDE wurde in den letzten Wochen weltweit und auch in Österreich gelebt. Hier wird Stolz im Sinne eines „gegen Andere an den Tag gelegtes Selbstgefühl seines Wertes“ verwendet – wie es auf Wikipedia nachzulesen ist. Das heißt, so zu sein, wie man ist und sich nicht vor anderen verstecken zu müssen oder sich für andere verstellen zu wollen. Und gegebenenfalls für die eigenen Rechte einzutreten. Das heißt aber auch die ganze Vielfalt an Lebensmodellen sichtbar zu machen. Das ist nicht jedem Menschen recht. In Salzburg wissen noch immer katholische Priester was echte Sünde ist, in Linz weiß eine rechtskonservative Partei wer genau auf was stolz sein darf und in Deutschland wissen Menschen genau, wann Kunst transphob sei. Nach Regen kommt Sonne und wo Sonne ist, ist auch immer ein Regenbogen. Das PRIDE Magazin hat ein paar der vergangenen Regenbogenmomente eingefangen – Wien, Salzburg, Graz und Linz – und wünscht damit viele gute und stolze Momente. Andere wichtige Entscheidungen wie die Anerkennung des dritten Geschlechtes in Österreich finden auch in dieser Ausgabe Platz. Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 164/Juni 2018

Vom Rosa Winkel zur Regenbogenfahne Der Juni ist das PRIDE-Monat. In Österreich wird zum Beispiel in Klagenfurt, Bregenz, Graz, Linz oder Wien bei Paraden, Straßenfesten und CSDs sexuelle Vielfalt sichtbar. Gerade in Österreich haben wir aber auch eine his­torische Verantwortung im Umgang mit Minderheiten. Daher zeigt ein Projekt wie pinktriangleissue.com klar auf, wo wir heute im Blick auf die tragische Vergangenheit während und nach der Zeit des Nationalsozialismus diese Verantwortung übernehmen müssen. Jetzt werden in vielen Teilen der Welt Lesben, Schwule und Transgenderpersonen verfolgt, missbraucht, mit Todesstrafe bedroht. Wir in Europa haben daher die Verantwortung, hier zu helfen, jetzt für Aufklärung zu sorgen und aktiv gegen diese Diskriminierungen zu arbeiten. Jeder Schritt in der Öffentlichkeit, der hilft, sexuelle Minderheiten sichtbar zu machen ist ein wichtiger. Ob das mit viel Stolz, mit viel Lärm, mit viel sichtbarer Sexualität oder mit viel Lebensfreude gemacht wird ist egal. Nur mit Sichtbarkeit wird Vielfalt ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft. Der rosa Winkel erinnert an die unmenschlichen Gräueltaten von Menschen gegen Schwule – und auch Lesben – der Regenbogen ist ein jetzt gelebtes Symbol für Vielfalt. „Never hiding. Lets go out!“ Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner Die Online-Ausgabe erscheint mit Erscheinungsdatum der nächsten Ausgabe. Zur […]
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PRIDE Nr. 163/April 2018

100 Jahre Das Jahr 2018 ist ein Jahr des Gedenkens. Wir starten eine Serie über 100 Jahre Republik – im Teil 1 geht es vom Frauenwahlrecht bis zur Ehe für alle (S. 6-13). Klar ist, in den 100 Jahren hat sich vieles verändert, aber es braucht stets Wachsamkeit, um das Erreichte auch zu erhalten. Rachel Estrella Cloud – Miss Tuntenball 2018 gibt ehrliche Antworten im Interview auf Seite 14 – über Hinfallen und Aufstehen und die Weltherrschaft. Wir werfen natürlich auch einen Blick zum Tuntenball 2018 (S. 34/35). Wie heftig auflagenstarke, kleinformatige Tageszeitungen noch immer gegen Schwule anschreiben zeigt ein konkreter Fall über eine Schwulenbar im Wohngebiet (S.18-20). Die RosaLila PantherInnen blicken weit in die Welt hinaus und habe ihre Coming-out Broschüre jetzt auch auf Arabisch übersetzt. (S. 28) Die HOSI Linz wiederrum hat allen Grund zu Feiern. Am 21. April wird das neue HOSI Zentrum mit der Queer Bar forty nine eröffnet (Seite 30/31). Aus der Schillerstraße 49 wird noch vieles zu hören sein. Die Kultur darf auch nicht zu kurz kommen – wir berichten über das kom­plexe Alphabet von Keith Haring (Seite 42/4) und Schrilles von Ralf König (Seite 49). Das Crossing Europe Filmfestival feiert 15. Geburtstag und […]
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PRIDE Nr.162/Feb. 2018

Regenbogenkinder Wie entsteht eine tolerante Gesellschaft, in der sich auch Minderheiten wohlfühlen, in der jeder und jede so leben kann, wie es ihm oder ihr gut tut? Oft sind gesetzliche Antidiskriminierungsbestimmungen oder das Öffnen der Ehe auch für Lesben und Schwule wichtige Signale einer Normalisierung. Es braucht aber auch ganz einfach soziale Interaktionen, um Vorurteile abzubauen und andere Lebensmodelle im Dialog kennenzulernen. (S. 40) Rechtlich ist jetzt schon eine Adoption auch in Österreich möglich, aber bei der Ehe-Diskussion kommen permanent alte, veraltete und immer wieder falsche Fakten ins Spiel. Das Thema Kinder in Regenbogenfamilien ist ein ideologisch aufgeladenes. Daher ist hier Aufklärung, Vorbildwirkung und auch ein spielerischer Zugang eine sinnvolle Art der Ausein­andersetzung mit dem Thema Regenbogenkinder. Die kroatische Organisationen „Dugine Obitelji” (Regenbogenfamilie) hat dazu ein schönes Kinderbuch gemacht – das wir auch gerne als Titel gewählt haben (S. 13). In dieser Ausgabe werfen wir einen Blick auf rechtliche Fragen, wissenschaftliche Untersuchungen und persönliche Erfahrungen, wie gut es Kindern mit lesbischen oder schwulen Eltern geht. (S. 06-15) Natürlich kommen auch andere spannende Themen wie schwule Fußballer (S. 22), das Tuntenball Clubbing (S. 32) oder ein berührender Film über Lesben und Probleme des Alterns (S. 36) nicht zu kurz. Mit bewegten […]
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PRIDE Nr.161/Dez. 2017

#lovewins Einen Tag vor Drucklegung der Dezemberausgabe des PRIDE entscheidet der Verfassungsgerichtshof, dass Österreich die Ehe für alle öffnen und dass die Eingetragene Partnerschaft auch für heterosexuelle Paare möglich sein muss. Historisch, weil erstmals in Europa der Diskriminierungsstopp von homosexuellen Menschen bei der Ehe aufgrund des Gleichheitsgrundsatzes argumentiert wird und daher auch die nächste Bundesregierung die Gesetze dafür schaffen muss. Wir haben dieses Thema daher kurz in dieser Ausgabe angeschnitten (S. 9) und werden in den nächsten Nummern noch viele spannende Fragen zur Modernisierung der Ehe analysieren. Im heurigen Jahr gab es auch andere wesentliche Neuerungen: Die Rosa-Lila PantherInnen haben ihr Zentrum komplett neu renoviert (S. 22), die HOSI-Linz hat einen neuen Vorstand gewählt (S. 21) und zwei schwule Flüchtlinge, die wir im PRIDE porträtiert haben, besitzen jetzt positive Asylbescheide (bzw. haben subsidiäres Aufenthaltsrecht), einer davon hat schon einen fixen Arbeitsplatz. Herzlichen Glückwunsch. Die Titelgeschichte widmet sich dem Thema von unterschiedlichen Identitäten und Geschlechterzuordnungen – von Inter*, trans* bis schwul – wir konnten dazu den jungen Illustrator Philip Cal gewinnen (S. 34 bis 42). 2018 wird ein spannendes Jahr, wir werden dazu sicherlich einiges beitragen können. Darauf freut sich Gerhard Niederleuthner  
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PRIDE Nr.160/Oktober 2017

Gehen wir wählen! So viele Parteien wie nie zuvor, kandidieren heuer für den Nationalrat. Manche sind auch nur Bewegungen oder geben vor, eine solche zu sein. Manche haben schnell noch das politische Personal ausgewechselt oder die Parteifarbe. Der Wahlkampf ist schmutzig und untergriffig und die politischen BeobachterInnen schütteln unisono den Kopf. So oder so: Am 15. Oktober wird gewählt und am 16. Oktober schaut diese Republik völlig anders aus. Ob es sich zum Besseren wendet ist nicht gewiss. Was die Lesben und Schwulen von diesen Wahlen zu halten haben und was sie von den KandidatInnen erhoffen dürfen, das hat PRIDE recherchiert. Das Ergebnis dieser Recherche inklusive einem Interview mit Noch-Bundeskanzler Christian Kern gibt es auf den Seiten 6 bis 15. Und jedenfalls: Nehmen wir am 15. Oktober von unserem Recht Gebrauch und unsere Verantwortung für unser Land und seine Gesellschaft wahr! Gehen wir wählen! Aber genug von der Innenpolitik, denn PRIDE hat seinen Blick auch auf andere Weltgegenden und andere Themen gerichtet. Von Donald Trumps Transphobie (Seite 37) bis zur Leider-nicht-Ehe-Öffnung in Nordirland (Seite 38) reicht der Horizont in dieser Ausgabe. Auch die Kirche ist wieder einmal ebenso Thema unserer Berichterstattung (Seite 39-41), wie die Notwendigkeit des Wissens über den […]
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PRIDE Nr. 159/August 2017

#ehefüralle Bei einer Umfrage Anfang Juli dieses Jahres in Österreich waren 59 Prozent der Befragten für die Öffnung der Ehe auch für Lesben und Schwule. ÖVP und Freiheitliche stimmten aber wieder gegen einen Schritt in Richtung Normalisierung. Die Menschen sind Großteils im Jahr 2017 angekommen, aber in Österreich ist die Politik weiterhin noch rückwärtsgewandt. Deutschland ist hier wieder einmal Vorbild für Österreich, wenn eine konservative Bundeskanzlerin die Abstimmung zur Eheöffnung als Gewissensentscheidung zulässt. Es steht zu befürchten, dass Österreich noch immer die Ehe für alle nicht umgesetzt hat, wenn im Jahr 2019 Europride in Wien über die Bühne gehen wird. Auf dieses Thema gibt es einen ausführlichen Blick auf den Seiten 06 – 21. Aber auch die Politik der Oö. Landesregierung zeigt sich rückständig und uneinsichtig, nämlich bei der viel kritisierten, demokratie- und minderheitenfeindlichen Novelle des Oö. Antidiskriminierungsgesetzes (Seite 22). Queere Vielfalt zeigte sich jeden-falls auf den vielen CSD-Paraden, Demonstrationen und Straßenfesten – ob in Klagenfurt (Seite 32), Graz (Seite 36), Linz (Seite 28), Wien (Seite 40) oder Madrid (Seite 42). PRIDE war für die LeserInnen mit dabei. Wir werfen mit dieser Ausgabe aber auch einen Blick auf mutige Mode von Lukas Christ (Seite 50) oder suchen mutige Männer, die […]
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PRIDE Nr 158/Juni 2017

#chechnya100 Der Monat Juni steht weltweit unter dem Motto des Christopher-Street-Day (CSD) und der Stonewall-Riots. Die weltweit vernetzte Lesben-Schwulen-TransGender Bewegung – erweitert als  „LBGTQI+“-Bewegung – kämpft erfolgreich gegen jede Form der Diskriminierung – aber die Zeiten werden nicht überall besser. Systematische Verfolgung in Tschetschenien, verstärkter Zuwachs an nationalistischem, rechtem und religiös-radikalem Gedankengut werden nicht nur viral verbreitet, sondern finden auch immer mehr Einfluss in politischen Bewegungen. Konkrete Projekte gegen Hassverbrechen werden nicht nur in Österreich initiiert, sondern finden auch immer schneller eine Verbreitung in sozialen Medien. #chechnya100 steht stellvertretend für die solidarischen Netzwerke, Projekte und auch von einzelnen AktivistInnen getragenen Taten. PRIDE hat dazu die Hintergründe zusammengetragen und will damit konkrete Hilfe leisten. „Many colours – One community“ – das Motto der diesjährigen Regenbogenparade ist eine klare Ansage: nur gemeinsam, in einer vielfältigen und differenzierten Community, können wir die Welt verändern. Feiern wir gemeinsam in Wien, Linz oder Graz – geben wir Hass und Hetze keine Chance. Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner PS: Mit dieser Ausgabe haben wir PRIDE einer grafischen Auffrischung unterzogen. Wir freuen uns auf Rückmeldungen unserer LeserInnen. Die Online-Ausgabe erscheint mit Erscheinungsdatum der nächsten Ausgabe. Zur Abobestellung
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PRIDE Nr. 157/April 2017

„Sexuelles Experimentieren“ In was für Zeiten leben wir eigentlich? Ein katholischer Weihbischof redet wirres Zeug über „Dämonische Gender-Ideologie” (Seite 6), ein Innenminister lässt StandesbeamtInnen hängen, weil noch Rechtsgrundlagen und Unterlagen für die Schließung von Eingetragenen Partnerschaften am Standesamt fehlen (Seite 8). Da hilft dann nur mehr Feiern. Come out, get out! – das diesjährige Motto des Tuntenball war erlebbar und weit über die „Night of Stars“ spürbar. Daher unsere Titelgeschichte: Gelebte Vielfalt in ihren schönsten Ausprägung – lebensfroh, laut und schrill, aber auch lebensbejahend und selbstbewusst (Seite 22-25) Apropos Vielfalt –  wie es so hinter den Kulissen des Songcontests zugeht weiß Markus Tritremmel vom offiziellen Eurovision Song Contest Fan Club und zeigt uns einen persönlichen Blick vom internationalen Festival, das schon immer mehr als nur ein Musikfestival war (Seite 32-34). Für LiebhaberInnen der laufenden Bilder verlosen wir einen Festivalpass und Tickets für das Crossing Europe Filmfestival in Linz,  das wieder mit einigen queeren Besonderheiten überraschen wird (Seite 36-37). Ganz im Gegenteil von Bischof Laun ermutigen wir zu sexuellem Experimentieren.  Viel Spaß. Play safe! Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr.156/Februar 2017

Coming Out Wie ein rosa Faden zieht sich ein Thema durch diese Ausgabe – Coming Out. Warum ist es immer noch so schwer, das eigene Leben so zu leben wie man will? Warum braucht die Gesetzgebung immer noch so lange (in Österreich), um endlich Diskriminierung gesetzlich zu verbieten und um echte Gleichstellung zu ermöglichen. Warum nimmt homophobe Gewalt auch bei uns wieder zu? Warum ist das Coming Out – egal ob als Fußballer, als Schwuler, der am Abend ausgeht, als Schwarzer in den Armenviertel von Miami („Moonlight“) oder als Pop-Musiker – immer mit so viel Energie und auch Kampf verbunden? Wir zeigen auf, dass durch solidarisches Miteinander und durch selbstbewusstes Leben Vorbildwirkung geschaffen wird. Aber auch lustvolle Themen haben in der ersten Ausgabe 2017 Platz: Drag Race – die Vorentscheidung zur Miss Tuntenball, 20 Jahre Szenelokal Blue Heaven oder Frauen beim Fuß- und Volleyballspielen. Wir leben in einem Land „der unbegrenzten Möglichkeiten“ (Zitat Alexander Van der Bellen), nutzen wir sie! Bleiben wir mutig. Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr.155/Dezember 2016

Gegen Rechtsruck Die Wahlen sind geschlagen, Österreich hat nach einem Jahr hoffentlich den Wahlkampf­modus beendet. Unser neuer Präsident Alexander Van der Bellen hat den schweren Job, den im Wahlkampf offen gezeigten Hass und die Aggression wieder zu deeskalieren. Die Zeiten werden nicht einfacher, ein Rechtsruck und ein immer faktenloserer Populismus sind salonfähig geworden. Im Land der sogenannten „unbegrenzten Möglichkeiten“ zeigt Donald Trump mit seinem Regierungsteam sein wahres Gesicht (Seite 36-37). Die konservativen Kreise in Österreich sind da noch vorsichtiger und versteckter – in der Tendenz aber EU-feindlich und langfristig auch demokratiefeindlich. Wie komplex das konkrete politische Arbeiten auf EU Ebene ist, davon weiß Ulrike Lunacek ein Lied zu singen (Seite 14-17). Wir zeigen in dieser Ausgabe aber auch konkrete positive Aktivitäten: Mario Lindner postet ein Foto, in dem er einen Mann küsst (Seite 22), die „Goldene Panthera“ der Rosa­Lila PantherInnen, die im Rahmen des Tuntenball 2017 überreicht wird, geht an den schwulen Flüchtling Adam (Seite 28-29), besonders junge Menschen zeigen weniger Widerstand zur Homo-Ehe (Seite 40-41) und die Kampagne „#checkit“ wurde zum Werbepreis „Caesar2016“ nominiert. Ein intensives Jahr geht zu Ende, wir wünschen uns und unseren LeserInnen viel Regenbogen-Power für 2017. Bleiben wir mutig. Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr.154/Oktober 2016

Endlosschleife Vor 20 Jahren strotzte die ÖVP – mit Maria Fekter – im Kampf um die Abschaffung der unterschiedlichen Mindestalter für sexuelle Kontakte nur so vor Homophobie  (Seite 05). Im Jahr 2016 wird, wenn überhaupt, differenzierter argumentiert, aber die Standpunkte sind einzementiert. Mit Klubobmann Reinhold Lopatka (ÖVP) wird die Ehe nicht für Lesben und Schwule geöffnet (Seite 06-10). Vor 25 Jahren wurden die RosaLila PantherInnen gegründet, damit hat sich in der Steiermark eine quirlige, manchmal – wenn nötig – auch kratzige Initiative etabliert (Seite 20). Wir gratulieren einem unserer HerausgeberInnenvereine. Wir wollen mit dieser PRIDE-Ausgabe aber auch zeigen, dass die Lebensrealität bereits wesentlich weiter ist, als sich das so manche PolitikerInnen wünschen. Der Herbst ist perfektes Kinowetter, daher gibt es viel Neue zu sehen: Im Film KATER werden Sicherheit und Fragilität in einer (schwulen) Beziehung aufgezeigt (Seite 37–38), die Queer-Migrantischen Filmtage TRANSITION bringen vielfältige Kurz-, Spiel- und Doku-Filme (Seite 38–39) oder für cineastische FeinschmeckerInnen sei der Dokufilm „Brüder der Nacht“ empfohlen (Seite 43). Wem es aber lieber ins Museum zieht, die/der muss „Sex in Wien“, eine grandiose Ausstellung im Museum am Karlsplatz, sehen (Seite 46–48). Bleiben wir stark. Gerhard Niederleuthner
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PRIDE 153/Aug. 2016

We are Orlando! Die Sommermonate standen ganz im Zeichen von CSD-Paraden und Aktionen, die Lesben, Schwule und Transgender sichtbar und spürbar gemacht haben. Wie schnell aber die Bedrohung, die Homophobie in physische Gewalt umschlagen kann, hat leider das Massaker von Orlando gezeigt. Ob in Wien, in Graz oder Linz – Orlando war immer ein Thema, das betroffen, das traurig, das aber auch kämpferischer gemacht hat (Seite 14 bis 23). Bei der Regenbogenparade gab es positive signalhafte Gesten: Bundeskanzler Christian Kern zeigte sich solidarisch und sprach auf der Bühne (Seite 14) und der Präsident des Bundesrates, Mario Lindner, hatte sein offizielles Coming Out als Schwuler (Interview Seite 6/7) – bleibt nur zu hoffen, dass den Worten und Gesten auch klare politische Taten folgen. Denn die schwulen Flüchtlinge, die aus Todesangst bis nach Österreich flüchten und wie zum Beispiel Adam, der beim LINZPRIDE offen über sein Schwulsein sprach, erwarten sich zu Recht Sicherheit und Rückendeckung, nicht nur von Österreich, von der gesamten EU (Seite 32 – 38). In diesem Sinne – We are Orlando! Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 152/Juni 2016

Jetzt Akzeptanz! Der Monat Juni steht international unter dem thematischen Schwerpunkt CSD (Christopher Street Day), Gay Parade, Regenbogenparade, PRIDE. Die sogenannte dritte Lesben/Schwulenbewegung hat sich aus Protesten rund um die Stonewall-Bar in NYC gegen Polizeigewalt entwickelt. In der Zwischenzeit wird in vielen großen und kleinen Städten selbstbewusst „GAY PRIDE“ gezeigt. Aber auf dem langen Weg zur echten Gleichberechtigung bleibt es oftmals nur bei der Toleranz, die als Duldung definiert wird. Echte  Akzeptanz (von „accipere“ für gutheißen, annehmen) beruht aber auf Freiwilligkeit und ist ein zustimmendes positives Werturteil – im Gegensatz zur Ablehnung (Aversion oder Phobie). Diese setzt aber ein aktives Tun voraus. Das ist viel Arbeit, das ist permanente Aufmerksamkeit und das ist ständige Wachsamkeit. Das muss besonders bei allen PRIDE-Aktivitäten gelebt und erlebbar gemacht werden. Zwischen Party (Seite 12-15) und Verfolgung – wir haben daher einen genauen Blick auf die schwierige Situation von Lesben, Schwulen in vielen Ländern dieser Welt geworfen (Seiten 32-25) und wollen anhand eines persönlichen Schicksals eines schwulen Flüchtlings – Arya aus dem Iran – zeigen, wie individuell die biografischen Hintergründe sind (Seiten 36-41). Bleiben wir stark. Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr.151/April

Drei Fragen Drei Fragen zu lesbisch/schwulen Themen habe die meisten der KandidatInnen zur Wahl des/der BundespräsidentIn beantwortet (Seite 06-11). PRIDE will damit Entscheidungshilfe leisten, wie sich die einzelnen Personen besonders in gesellschaftspolitischen Fragen positionieren. Das kann eine Hilfe für das eigene Wahlverhalten sein. Wichtiger scheint uns aber der offene Dialog, wohin Österreich gehen soll. Die Position der Bundespräsidentin, des Bundespräsidenten, steht hier stellvertretend für den Umgang untereinander – bei welchen Themen wird Rückgrat gezeigt, wo werden wegen diplomatischer Verhandlungen die gesellschaftspolitischen Angelegenheiten unten den Teppich gekehrt, oder wie wird versucht, die unterschiedlichen Lebensmodelle, Meinungen und Positionen untereinander auszutauschen, oder ob durch einfachem Populismus noch mehr Gräben aufgerissen werden sollen. Die Zeiten bleiben spannend, wir bleiben am Ball. Gerhard Niederleuthner PS: Weil Kultur auch immer die schöne Aufgabe hat, die eigenen Horizonte zu erweitern, verlosen wir einen Festivalpass und  2×2  Freikarten für das Linzer Filmfestival Crossing Europe und 2×2 Premierenfreikarten für die queere Theaterproduktion „Meine Nase läuft – Deine Stars hautnah“ in Wien.
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PRIDE Nr. 150/Februar

Rückschritt Vor 20 Jahren verstieg sich der Linzer Gemeinderat Horst Six (FPÖ) zu Aussagen wie „der Fortbestand der Menschheit und des Pensionssystems werde durch Homosexuelle gefährdet“, 20 Jahre später hat Gemeinderat Markus Hein – ebenfalls FPÖ – Angst vor Ampelpärchen und macht sich Sorgen, wenn sämtlichen Menschen im Straßenverkehr so viel „Gender-Ideologie“-Propaganda ausgesetzt werden. ÖVP-Hard­liner Andreas Khol war immer maßgeblich am Verhindern seiner Partei bei allen Gesetzen, die Homosexuelle betreffen, beteiligt und wird jetzt von dieser Partei in den BundespräsidentInnenwahlkampf geschickt. Es gibt Zeiten da finden Déjà-vus im Tagestakt statt. Immer wird mit dem gleichen, falschen Argument von Privatheit argumentiert. Immer wieder wird auf scheinbar wichtigere Probleme hingewiesen. Immer wieder werden symbolische Zeichen und reale Probleme gegeneinander ausgespielt. Wie soll sich aber ein lesbischer oder schwuler Flüchtling willkommen fühlen, der aus Todesangst auf der Flucht ist, wenn nicht einmal ein so einfaches Zeichen wie ein Ampelpärchen ihm signalisiert: „Vielfalt statt Einfalt. Bei uns bist du sicher und geborgen.” Es gibt Momente, da schäme ich mich für Österreich. Und es wird nicht besser. Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr.149/Dezember

Queer refugees welcome Das Jahr 2015 war ein bewegtes, mit Wahlen in Österreich (und Europa), die keine rosigen Zeiten auf uns zukommen lassen. Zudem sind die internationalen Flüchtlingsbewegungen auch bei uns spürbar und VertreterInnen der Bundesregierung stehen noch immer ratlos und mit scheinbaren „Lösungen“ hilflos einer auch selbstgeschaffenen Krise gegenüber. Ein Projekt der HOSI Linz will hier konkrete Hilfestellungen leis­ten – Information und Sensibilisierung im Umgang mit queeren Refugees sind hier die wichtigsten Ansätze (Seite 08). Wir analysieren, welche Faktoren für Lesben und Schwule in Wien eine Rolle bei der Wahl gespielt haben (Seite 10), präsentieren konkrete Zahlen über Hassverbrechen an Lesben und Schwulen in Österreich (Seite 16) oder werfen einen Blick auf Hollywood, und wie dort historische Ereignisse wie im Film „Stonewall“ aufgearbeitet werden (Seite 34). Bei all diesen ernsten Themen stehen für uns aber auch die Lebensfreude und die Lust an gelebter Vielfalt im Fokus der Aufmerksamkeit – wie der Grazer Tuntenball: Daher ziert Miss Desmond das Titelbild dieser Ausgabe (Seiten 28+30). Bleiben wir stark und sensibel – auch 2016. Gerhard Niederleuthner PS: Als besonderes Dankeschön an unsere LeserInnen gibt es feine Verlosungen: Zwei Bücher der Romanvorlage zum Film „Carol“ von Patricia Highsmith (Seite 33) und zwei handsignierte […]
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PRIDE Nr.148/Oktober

(Queer) Refugees Welcome! Wenn diese Ausgabe erscheint, hat auch Wien bereits gewählt. Und wie in Oberösterreich wird das Wahlergebnis in der politischen Landschaft kaum einen Stein auf dem anderen lassen. Einmal mehr zeigt sich, dass politischer Populismus mehr zählt als lösungsorientierte Sachpolitik. Zugegeben: Daran hat es in letzter Zeit durchaus gemangelt – in Österreich wie in Europa. Die Flüchtlingsproblematik dieses Sommers ist ein beredtes Zeugnis dafür. Das kann aber kein Freibrief dafür sein, menschenverachtendem Populismus, Hetze und Verleumdung den Weg in Regierungsämter zu ebnen. Verantwortungsbewusstes Wählen schaut anders aus – bei allem verständlichen Frust. Diese Wahlgänge sind jedenfalls an uns auch nicht spurlos vorübergegangen, und wir berichten daher darüber auf Seite 23 ebenso, wie über die homosexuellen Aspekte der Flüchtlingstragödie in diesem Sommer (Seiten 06-15), sowie über die internationalen queeren migrantischen Filmtage (Seite 11). Dazu hat die Redaktion das „World Press Foto des Jahres“ als Titelbild gewählt, da es zeigt, dass es auch subtile Antworten auf komplexe Lebenssituationen gibt. Darüber hinaus gibt es noch Berichte und Fotoimpressionen vielfältiger Community-Aktivitäten und Infos zur rechtlich kontraproduktiven Situation für HIV-Positive in Österreich (Seite 40). Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 147/August

Sichtbar! Rund um den Christopher Street Day 2015 blickte nicht nur die queere Welt nach Washington: Mit der historischen Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA, in allen 50 Bundesstaaten auch die Ehe für Lesben und Schwule zu öffnen, wurde eine hohe Latte an die restlichen Länder der Welt gelegt. (Titelgeschichte Seite 32 – 36). Die Bevölkerung ist bei vielen Themen schon wesentlich liberaler und aufgeschlossener als so manche konservative PolitikerInnen meinen. Ob da die parlamentarische BürgerInneninitiative „Ehe gleich!“ auch die österreichische Regierung soweit bringen kann, endlich Österreich als weltoffenes und alle Menschen gleichbehandelndes Land zu machen – ist nochmals eine andere Frage. Zudem haben wir über die CSD-Aktivitäten in Österreich die besten Fotoimpressionen eingefangen (Seite 08 – 11). Der Herbst wird auch entscheidende Weichenstellungen in Österreich bringen, da in Wien und Oberösterreich Gemeinderats- und Landtagswahlen anstehen. Die PRIDE-Redaktion hat die Parteien in Oberösterreich um Stellungnahmen zu ihrer Position bezüglich Lesben, Schwulen und TransGender-Personen gebeten. Wir hoffen, damit unseren LeserInnen konkrete Entscheidungshilfen geben zu können, wenn sie im September bei der Wahl von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen (Seite 16 – 21). Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 146/Juni

Österreich – zero Points! Österreich war im Songcontest-Fieber, die ganze Welt wollte mit uns Brücken bauen, bloß die ÖVP nicht. Wien zeigte sich von einer weltoffenen, bunten und zukunftsorientierten Seite, die lesbisch/schwulen Ampelmännchen waren nicht nur ein genialer PR-Gag, sondern werden auch weiterhin sichtbar in Wien und wahrscheinlich auch in anderen Städten bleiben. Aber die ÖVP ist lieber reaktionär: Nein zur Gleichstellung von lesbischen und schwulen Paaren mit heterosexuellen. Während die Homo-Ehe in Irland von den Menschen eindeutig bejaht wird, glauben konservative Kreise in Kirche und ÖVP, dass das nicht geht. Da werden auch die Paraden, Parties und Veranstaltungen rund um den Christopher Street Day wenig bewirkten. Trotzdem wünschen wir uns und allen weltoffenen und liberalen Menschen in diesem Land, dass mit einem selbstbewussten Sichtbarwerden – egal ob bei Paraden oder im normalen Alltag – die gleichberechtigte Vielfalt von Lebensmodellen endlich zur Normalität wird. Die Gleichberechtigungsampeln stehen aber leider auch 2015 immer noch auf rot. Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 145/April

„Like it“ ist zu einfach Die Aprilausgabe des PRIDE ist die erste Nummer, die über ein Abo zu beziehen ist. PRIDE wird daher regelmäßig Schwerpunkt­themen behandeln. Wir betrachten aktuelle, brisante, komplexe und queere Themen von verschiedenen Perspektiven aus – wir wollen nicht schwarz/weiß malen. Islam und Homosexualität ist ein komplexes Thema das uns in Europa, in Österreich, in Linz oder Graz ganz konkret betrifft – daher kommen auch Lesben und Schwule persönlich zu Wort. In einer Zeit eines schon fast inflationären Bekenntniszwanges (Stichwort: „Je suis ….“) können viele Themen nicht einfach mit einem schnellen „Like it“ bewertet oder kommentiert werden. Wir freuen uns auf Rückmeldungen jeder Art (redaktion@pride.at) und hoffen neue Perspektiven, menschenfreundliche Lebensmodelle und ehrliche Positionen porträtiert zu haben. Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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PRIDE Nr. 144/Feb

Neustart   Vor 20 Jahren trat Österreich der EU bei und ohne den Druck der Union wäre Österreich für Lesben und Schwule noch immer rückständig (Seite 5). Aber es braucht immer den Druck durch die Höchstgerichte, um Diskriminierungen zu beseitigen. Die Aufhebung des Verbots der Adoption eines Wahlkindes für Lesben und Schwule musste, wie so oft, über das Verfassungsgericht erstritten werden (Seite 6-9). #nopegida! – aus aktuellem Anlass plä­dieren wir für Rationalismus und gegen die Hys­terie über die vermeintliche Islamisierung Europas. (Seite 12-14) Das Coming Out ist nicht nur für Betroffene eine intensive Zeit, sondern auch für deren Eltern. Die RosaLila PantherInnen haben ihren Ratgeber neu überarbeitet, der jetzt kostenlos bestellt werden kann (Seite 26). In eigener Sache: Wie in der letzten Ausgabe bereits angekündigt wird ab der Aprilnummer auf ein Abosystem umgestellt (alle AbonnentInnen, die in der Steiermark wohnen, sowie Mitglieder der HOSI Linz bekommen das Magazin weiterhin kostenlos zugesandt). Mit der Bestellung um 15 Euro für 1 Jahresabo (6 Ausgaben) bieten wir auch Vorteile: Verlosung von drei DVDs von „PRIDE – der Film“ und die 2. aktualisierte Auf­lage der Infobroschüre „Eingetragene Partnerschaft“ gibt es kostenlos dazu. Abo-An­meldung unter: www.pride.at/pride-bestellen Bei all jenen, die nicht auf das Abonnement wechseln, […]
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Nr.143/Dez.2014

Information ist kostbar   Anstelle des Editorials gibt es an dieser Stelle 15 Wünsche für das Jahr 2015: Wir wünschen uns: Samenspenden auch für Lesben, wenn die ÖVP stark bleibt und das Gesetz wirklich den Nationalrat passiert (Seite 6 bis 9) Löschung von Verurteilungen wegen § 209 StGB. (Seite 10) Errichtung eines Regenbogenfamilienzentrum (Seite 11) Zurückziehung der Empfehlung des Gesundheitsministerium zum Behandlungsprozess von TransGender Personen (Seite 14) Viel Erfolg der HOSI Tirol beim neuen Zeitungsprojekt (Seite 16) Noch mehr lustige Halloween Partys (Seite 18) Viele neue AbonnentInnen ab April 2015 (Seite 22) Einen neuen, ideenreichen und engagierter HOSI Linz Vorstand (Seite 24) Selbstbewusste Lesben und Schwule, die sich auch helfen lassen, wenn sie gemobbt oder diskriminiert werden (Seite 27) Noch mehr schöne Geburtstage von aktiven NGOs (Seite 29) Mehr Spaß mit Gummi (Seite 31) Eine weltoffene und lebensnahe Katholische Kirche (Seite 35) Viele geoutete PolitikerInnen und Menschen, die Vorbildwirkung zeigen können (Seite 36) Mehr Spass mit Sex (Seite 39) Viele neue LeserInnen Die Redaktion bedankt sich bei den zahlreichen SpenderInnen, UnterstützerInnen und MitarbeiterInnen und freut sich auf die spannenden Herausforderungen und neuen Wege im Jahr 2015. >> Mehr Infos: IN EIGENER SACHE! Direktabo ab April 2015 Auch wenn Information nichts […]
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Nr.142/Okt.2014

Weichenstellungen   In den letzten Monaten wurde viel gefeiert, ob bei der In[n]love, ob auf den unzähligen Oktoberfesten oder sei es auf Ausflugsschiffen. Daher ist in dieser Ausgabe der Politikteil recht kurz und knapp ausgefallen. Die ÖVP befindet sich zwar gerade in ihrer „Evolution“, aber an dieser Stelle werden wir jetzt nicht speku­lieren, was dabei am Ende herauskommt, sondern vorerst einmal abwarten – denn Ankündigungen von politischen Weichenstellungen und Reformen gab es schon öfters, z.B. auch schon vor 20 Jahren (Seite 05). Mit dem Blick aus der Vergangenheit in Richtung Zukunft zelebriert im November die HOSI Tirol ihr 30-jähriges Bestehen und feiert das mit allerlei größeren und kleineren Festivitäten und natürlich auch einer Queerattack! (Seite 10). Und weil mit Ende des Monats auch wieder nahezu überall diverse mehr oder weniger skurril-gruselige Halloween-Partys anstehen, haben wir das zum Anlass genommen, einen kulturhistorischen Blick auf lesbische und schwule VampirInnen (Seite 32) zu wagen. Wir hoffen, dass in dieser bunten Mischung wieder für alle etwas dabei ist. Viel Spaß beim Lesen. Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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Nr.141/Aug.2014

Get Active! Eigentlich hätte es eine lockere und feine Sommernummer werden sollen, die ganz im Zeichen der CSD-Aktivitäten gestanden wäre, doch die Realität ist dann immer komplexer. Rund um den Christopher-Street-Day gab es in Österreich grandiose und Mut machende Paraden, Feste und Partys, bei denen viele junge Lesben und Schwule sichtbar wurden, auf denen sich viele mit Spaß am Leben und auch inhaltlichen Forderungen aktiv eingesetzt haben. Dazu unsere Titelgeschichte „Get Active!“. (S. 08-13) Die PRIDE Redaktion hat aber auch spannende und berührende Berichte zur Lebenssituation während der 30er-Jahre des letzten Jahrhunderts in Österreich (S. 32-33) oder die aufreibenden und auch bedrohlichen Umbrüche in der Ukraine aus queerer Sicht (S. 27-29) analysiert. Und für alle die in der Urlaubszeit auch mobil unterwegs sind, eine lockere Sommergeschichte über’s Zugfahren (S. 30-31). Einen Tag vor Drucklegung mussten wir das tragische Ableben von Parlamentspräsidentin Barbara Prammer zur Kenntnis nehmen (S. 07), die die lesbisch/schwule Bewegung seit Beginn ihrer politischen Laufbahn immer mutig, aktiv und ohne Berührungsängste unterstützt hat. Ihr Einsatz und ihre Menschlichkeit wird uns immer ein Vorbild sein. Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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Nr.140/Juni 2014

We are unstoppable!   „Ich frage mich, warum die Gleichberechtigung noch nicht stattgefunden hat und was denn da so lange dauern kann“. Das fragt sich nicht nur Conchita Wurst im Interview „Im Journal zu Gast“ am Tag des Lifeball 2014, sondern wieder einmal das PRIDE–Redaktionsteam. Im Juni werden weltweit PRIDE-Demonstra­tionen, CSD-Feste und Paraden abgehalten, und mit dem Sieg beim Songcontest wurde von Menschen in ganz Europa der Wunsch nach mehr Toleranz und Gleichberechtigung deutlich sichtbar. Der Alltag schaut natürlich anders aus, aber mit dem Hype um Conchita wird am Stammtisch, in der Straßenbahn oder im Pausenhof über Menschen gesprochen, diskutiert und Meinung gebildet, die „anders als die anderen“ oder einfach einmalig sind. Hier ist die Regierung, hier sind politische MeinungsbildnerInnen gefragt, endlich Schritte zu setzen, die „die komplette Gleichstellung beschließen, ohne Ausnahmen“ wie Mitstreiterin Miss Candy (Holger Thor) ebenfalls feststellt. Wie ein Bart die Welt verändert, das haben wir in der Titelgeschichte unter unterschiedlichen Aspekten zu analysieren versucht. Wir werden in einem Jahr sehen, ob sich Österreich nicht nur tolerant zeigt, sondern bis dahin auch echte Gleichberechtigung für Lesben und Schwule umgesetzt hat. Damit wir beim 60. Song Contest 2015 wir sagen können: „Austria – 12 points!“ „Never Hide – […]
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Nr.139/April 2014

Liebe LeserInnen! Vor 30 Jahren wurde der erste europäische Gedenkstein für homosexuelle Opfer des NS-Regimes im ehemaligen KZ Mauthausen errichtet. Seither hat sich vieles zum Positiven entwickelt. Aber viele Veränderungen stecken bei uns noch in den sprichwörtlichen Kinderschuhen. Die ÖVP diskutiert wieder einmal über Lesben, Schwule und Kinder. Wieder einmal zeigt sich die Community gesprächsoffen und optimistisch. Will die ÖVP erstmals unaufgefordert initiativ werden? Denn bisher hat es die ÖVP ja immer erst auf ganz konkrete Höchstgerichtsurteile ankommen lassen, um erst dann homophobe Gesetze zu entschärfen oder gar abzuschaffen. Wir bleiben mal gespannt. In der Zwischenzeit wird vielerorts wesentlich Konkreteres umgesetzt: Die Vorbereitungen für den CSD in Innsbruck laufen auf Hochtouren (Seite 19), die HOSI Linz hat nach einem Jahr Postfachexistenz wieder neue Räumlichkeiten (Seite 21) und in der Steiermark wird kräftig gefeiert, ob beim Tuntenball oder beim internationalen Frauentag (Seite 26/27). Ein erschreckender Blick auf den afrikanischen Kontinent lässt vermehrt homophobe und lebensbedrohliche Entwicklungen wahrnehmen (Seite 32/33). Kulturelle Vielfalt für alle Lebenslagen und Liebesarten gibt’s beim Crossing Europe (Seite 34/35) zu entdecken und PRIDE verlost dazu passend einen Festivalpass und Freikarten. Bleiben wir stark! Gerhard Niederleuthner
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Nr.138/Februar 2014

Liebe LeserInnen! Warum redet ein erfolgreicher Profifußballer über seine sexuelle Orientierung? Hat es überhaupt Sinn gegen die homophoben Gesetze in Russland zu demonstrieren? Warum fährt Bundeskanzler Faymann zwar nicht zum Begräbnis von Nelson Mandela, schüttelt aber in Sotschi Präsident Putin die Hand? Weshalb werden in Österreich immer erst Gesetze geändert, nachdem es internationale Verurteilungen geben muss? Diese PRIDE-Ausgabe gibt auf ein paar dieser Fragen Antworten oder will zur Meinungsbildung beitragen. Weil vieles an gesellschaftspolitischem Einsatz immer mit Emotionen zu tun hat, geben wir dem Comic von Flavia Scuderi und Andreas Völlinger auch vier Seiten unseres Magazins. Denn jede und jeder von uns kann tatkräftig aktiv werden, kann durch Tun und nicht durch Wegschauen helfen, kann damit Mut machen und die Welt auch in kleinen Schritten ändern. Und wer dazu mehr lesen will, muss spenden, denn mit jeder finanziellen Unter­stützung können wir auf mehr Seiten mehr Themen im PRIDE veröffentlichen. „Es gibt nichts Gutes, außer mensch tut es!“ mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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Nr.137/Dezember 2013

Liebe LeserInnen! Ein intensives Jahr geht dem Ende zu. Vieles an Gleichberechtigung ist in Österreich oder auch weltweit umgesetzt worden, aber auch Rückschläge und Verschlechterungen mussten zur Kenntnis genommen werden. Minderheitenrechte und -positionen sind nicht nur ein notwendiger wesentlicher Teil einer vielfältigen Gesellschaft, sie müssen auch immer aufs Neue zum Leben erweckt werden. Darum sind die Reaktionen auf die homophoben Gesetze in Russland und auch individuelle Gestaltungsaktivitäten die Titelgeschichte dieser Ausgabe (Seite 29-31), da sie zeigen, dass auch mit kleinen Gesten Veränderungen möglich sind. Mut, Enga­gement und Courage sind daher auch für 2014 immer noch gefragt. Die PRIDE Redaktion und ihre HerausgeberInnenvereine haben auf jeden Fall allen Grund mit positivem Blick in das neue Jahr zu gehen: Die HOSI Tirol macht einen ausführlichen Rückblick auf der Jahr 2013 (Seite 12), die HOSI Linz ist heftig am Renovieren und auch Feiern in den neuen Räumlichkeiten (Seite 20) und die RosaLila PantherInnen zelebrieren am 22. Februar ihren 25. Tuntenball (Seite 27). PRIDE bedankt sich bei allen LeserInnen, InseratkundInnen und UnterstützerInnen im heurigen Jahr und freut sich auf zahlreiche Unterstützung im Jahr 2014 – nur damit kann unser Magazin auch finanziell überleben. In diesem Sinne – to Russia with love and the rest […]
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Nr.136/Oktober 2013

Liebe LeserInnen! Nach der Wahl ist vor der Wahl. Während diese Ausgabe des PRIDE gedruckt wird verhandeln die Parteien über eine neue (alte) Regierung. Was immer dabei herauskommt, für Minderheiten wird es nicht besser werden. Lesbisch/schwule Themen spielten im Wahlkampf nur an Nebenschauplätzen eine Rolle, daher haben wir uns zumindest das Wahlverhalten von Schwulen angesehen (Seite 08). Nach so vielen politischen Kontroversen haben wir als Titelgeschichte ein nicht weniger kontroverses Thema gewählt: Glam, ein Phänomen der später 70-er Jahre des letzten Jahrhunderts, ist auch heute noch top­aktuell – ob auf der Bühne, im Kino oder im Museum, auf Seite 30 bis 32 spannen wir einen Bogen von Liberace über David Bowie bis zu Conchita Wurst. Viel zu feiern gab es auch in letzter Zeit – PRIDE berichtet natürlich auch darüber: 15 Jahre agpro (Seite 07), 15 Jahre Wiener Antidiskriminierungsstelle (Seite 21), 30 Jahre Autonomes-Frauen-Lesben-Zentrum Innsbruck (Seite 10) und die HOSI Linz lädt zu Baustellenpartys in die zu renovierenden Räumlichkeiten in der Goethe­straße 51 (Seite 18). Besonders für unsere lesbischen Leserin­nen gibt es einen umfassenden Blick auf lesbische Protagonistinnen in Online- und TV-Serien (Seite 34 bis 35) – hier ist neuerdings Interaktion gefragt! Viel Spaß mit dieser Ausgabe. Das wünscht sich […]
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Nr.135/August 2013

Lebensbedrohlich Vor 17 Jahren galt in Österreich noch das ungleiche Mindest­altern für homosexuelle Handlungen, erst vor 16 Jahren wurde das Verbot der „Werbung für Unzucht mit Personen des gleichen Geschlechts“ (§ 220 StGB) sowie der „Verbindungen zur Begünstigung gleichgeschlechtlicher Unzucht“ (§ 221 StGB) aufgehoben. Österreich ist also ein Spätzünder bezüglich Gleichstellung von Lesben und Schwulen mit andern Menschen. 35 Jahre nach Erfindung der Regenbogenfahne darf diese in Russland nicht mehr gehisst werden. Putin will das Rad der Zeit wieder zurückdrehen. Homophobe Gesetze ermutigen Menschen wieder, gegen Minderheiten nicht nur auf die Straße zu gehen, sondern auch mit körperlicher Gewalt Menschen zu demütigen und zu verletzen. Die EU und RegierungsvertreterInnen aus Österreich sind da auf einmal sehr leise. Ja, es hat sich vieles auch zum Positiven geändert. In den letzten Wochen wurde regenbogenbunte Vielfalt stolz und lebensfroh auf CSD-Paraden, -Festen und -Demonstrationen gezeigt – in Graz, in Innsbruck, in Wien, aber auch in St. Petersburg, Moskau und Paris. Aber der Fortschritt ist nie sicher, es bedarf daher viel Mut, Eigenverantwortung und Rückgrat gegen homophobes Gedankengut, Gesetze und körperliche Gewalt zu kämpfen. Nur auf Facebook zu liken ist da zu wenig. Daher zeigt das Titelbild dieser Ausgabe die staatliche Gewalt gegen friedliche, […]
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Nr.134/Juni 2013

Warum Normalsein nicht immer cool ist Lesben und Schwule wollen gleichberechtig sein. Das ist einer der wesentlichsten und antriebsstärksten Gründe für die neuen Lesben- und Schwulenbewegung, die mit den Stone­wallriots in der Christopher Steet einen ihrer Anfangspunkte genommen hat. Die Titelgeschichte will hier auf eine wesentliche Frage, wie wir uns selbst sehen eingehen. Bei Demos, Feiern und Paraden rund um den  CSD wird immer die Vielfalt und Unterschiedlichkeit zu Recht gezeigt. Wie sehen sich aber viele Lesben, Schwule und TransGender selbst? Wie normal muss man sein, um in der Gesellschaft akzeptiert zu werden? Wie groß ist noch immer – oder wieder – die Sehnsucht nach Sicherheit, Unauffälligkeit und Angepasstheit? Warum muss die Umsetzung von Gleichberechtigung nicht immer automatisch bedeuten, bestehende Rechtsformen wie zum Beispiel die Ehe einfach für Lesben und Schwule zu öffnen, anstatt zu hinterfragen, welche Bedürfnisse vorhanden sind und daraus innovative, lebensnahe und passende Lebensmodelle zu entwickeln. PRIDE will und kann hier keine Antworten geben, aber wir wollen die Frage stellen, ob der Mut, der Stolz, der Widerstandswillen der früheren Jahre nicht einem zwanghaften Hinstreben an eine langweilige Normalität gewichen ist. Wir freuen uns auf interessantes Feedback (redaktion@pride.at) und wünschen viel Lust und Spaß bei der einen oder […]
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Nr.133/April 2013

Editorial: Der Frühling bringt Erfolge bei der Gleichstellung für lesbisch/schwule Paare mit heterosexuellen, aber immer nur durch höchstgerichtliche Urteile. In der Titel­geschichte lassen wir Helmut Graupner vom Rechtskomitee Lambda zu Wort kommen, um auch einmal seinen sehr Nerven aufreibenden Kampf um Gleichberechtigung aufzuzeigen.  (S. 6 bis 9) Konträre Situationen gibt es leider noch immer bei zwei unserer HerausgeberInnen-Organisationen: Die HOSI Tirol übersiedelt und eröffnet ihre neuen, barrierefreien und größeren Räumlichkeiten im Rahmen des CSD zwischen 6. und 9. Juni (S. 12). Die HOSI Linz kann leider noch immer nichts Neues berichten, ist die seit mehr als einem Jahr in Verhandlung stehende Entschuldung noch immer nicht politisch entschieden. (S. 18). Und weil auch lust- und lebensfroh gestaltete Freizeit nicht zu kurz kommen darf, berichten wir über den „Blue Danube Cup“ (S. 20) oder das Filmfestival Crossing Europe (S. 32/33 – mit Verlosung von Festivalpass u.a.) lassen Peter Plate (Online: Langversion des Interviews) zu seiner neuen Solo-CD zu Wort kommen (S. 34-36 – mit Verlosung von fünf CDs) und werfen einen Blick zum märchenhaften Tuntenball (S. 24/25.) Tief betroffen mussten wir den Tod des engagierten Schwulenaktivisten und langjährigen PRIDE-Redakteurs Peter Jobst zur Kenntnis nehmen und würdigen ihn in einem persönlichen Nachruf (S. […]
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Nr.132/Feb.2013

Liebe LeserInnen! Zurück in die Zukunft fühlt sich gerade die HOSI Linz, die wie vor fast 20 Jahren wieder ein Postfach als Adresse hat. Nach dem endgültigen Auszug aus dem HOSI Zentrum werden hier momentan neuen Strategien des Arbeitsfeldes ausgearbeitet (Seite 20 – 21). Dass damit aber der Kampf gegen Diskriminierung nicht weniger vermindert weitergeht, hat der unsägliche „Schwuchtel“-Sager des Kirchschlager FPÖ-Politikers Wolfgang Kitzmüller gezeigt (Seite 10), der von der HOSI Linz verklagt wurde. Damit wird auch deutlich, wie notwendig, sinnvoll und auch meinungsbildend ein Magazin wie das PRIDE besonders bei solchen Themen sein kann. Das neue Jahr hat auch Positives mitgebracht, so hat der Verfassungsgerichtshof Ungleichbehandlungen im PartnerInnenschaftsrecht aufgehoben – Stichwort „Ja-Wort“ und „ZeugInnen“ –, damit sind wir auf dem Weg in Richtung Gleichwertigkeit zur Ehe (Seite 06 – 07). Und auch bei der Betriebspension für LandesbeamtInnen in Oberösterreich konnte nach langwierigen Interventionen endlich eine Gleichstellung zu heterosexuellen Eheleuten erreicht werden. (Seite 08 – 09) Mit der Februarausgabe gibt es auch Neuerungen auf den Serviceseiten, die komprimiert wurden, da sich die aktuellsten Termine und Adressen auf den jeweiligen Websites der HerausgeberInnenvereine befinden. Damit können wir die gewonnenen Seiten wieder für mehr redaktionelle Vielfalt nutzen. Und weil auch die Lust […]
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Nr.131/Dez.2012

Liebe LeserInnen! Viele reden vom Weltuntergang am 21.12.2012, wir tun das nicht, da das Leben vor dem Untergang auch noch ausreichend Stoff bietet. Die letzte Ausgabe im heurigen Jahr könnte nicht konträrer sein: Aktuelle Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes lassen auch für die Zukunft leider noch viel Arbeit auf die lesbisch/schwule Community zukommen (Seite 8). In Deutschland und Österreich gibt es erste Versuche, die Verantwortlichen der homophoben, frauenfeindlichen und erzkonservativen Online­plattform kreuz.net aufzuspüren (Seite 6/7). Erfreulicheres haben wir im Kulturteil zusammengestellt: Die steirische Schlager­sängerin Tina Anders gibt ein klares Bekenntnis zur gleichgeschlechtlichen Liebe – ihre aktuelle Maxi-Single-CD „Du stehst zu dir“ will Mut machen und dazu aufrufen, sich zu seiner Liebe zu bekennen. Die Redaktion findet das natürlich fantastisch, und PRIDE unterstützt daher diese Projekt (mehr auf Seite 38 – oder im Regenbogenshop sofort bestellen: www.pride.at/shop). Ein schwuler Kalender für das nächste Jahr ist ein weiterer Geschenktipp für den/die Liebsten (Seite 40). HOSI-Tirol-Obmann Markus Aigner wurde die Tiroler Ehrenamtsnadel für hervorragende Verdienste um das Gemeinwesen verliehen. Darauf ist das PRIDE-Team besonders stolz und gratuliert herzlichst (Seite 14). Für die AktivistInnen der HOSI Linz geht ihre Welt jedenfalls unter. Nachdem noch immer keine politische Entscheidung über die finanzielle Absicherung der HOSI Linz für […]
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Nr.130/Okt.2012

Liebe LeserInnen! Viel nackte Haut gibt es in Wien und Linz bei sehr umfangreichen Ausstellungen zu sehen, die den nackten Mann zum Inhalt haben. Wie mit der noch oftmals tabuisierten männlichen Nacktheit umgegangen wird, und mehr dazu für‘s Auge, haben wir auf den Seiten 38 und 39 zusammengetragen. Leider gibt es auch wieder einmal Unerfreuliches zu berichten, denn die überfallsartig vorgelegten Entwürfe zum Personenstandsgesetz und zu Änderungen im Gleichbehandlungsgesetz setzen wieder einmal die Diskriminierung von Lesben und Schwulen fort. Genaueres zu einer zwar sperrigen, aber doch relevanten Materie auf den Seiten 06 und 07. Und wie in einem tragischen Todesfall durch Unwissenheit und Insensibilität schwule Lebensrealität mit den Füßen getreten wird, zeigt ein konkreter Fall aus Linz auf Seite 08. Hier wird auch deutlich, dass nicht nur durch Gesetze, sondern besonders durch Aufklärung und Sensibilisierung die Vorurteile in den Köpfen und Herzen der Menschen beseitigt werden können. Die Herbstausgabe des PRIDE spannt wieder einen kompakten, aber bunten Bogen über Aktivitäten der letzten Monate: Die Lust an queerer Energie beim „Cross-Dressing-Theater“ Terpentinen in Tirol (Seite 20/21), feine, minimale florale Eingriffe beim Pansy-Project beim Steirischen Herbst (Seite 28) oder der beklemmende „Heimatfilm“ „Das falsche Herz“ über Sekten und Frauenliebe im Hausruck (Seite […]
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Nr.129/Aug.2012

Liebe LeserInnen! So schlank war unser PRIDE schon lange nicht mehr – zuletzt irgendwann in den 1990er Jahren. Der Grund ist ein einfacher: Unsere Miteigentümerin HOSI Linz schlittert am Rande der Insolvenz dahin und da die HOSI Linz unsere Zeitschrift zu zwei Drittel finanziert, hat das natürlich auch Auswirkungen auf uns. Wie es um die HOSI Linz steht, darüber berichten wir auf Seite 10 – 11! Jedenfalls hilft da vorerst nur noch Daumendrücken und Spenden. Also bitte: Zahlschein liegt bei! Dennoch haben wir wieder einige interessante Neuigkeiten für unsere geneigten LeserInnen aufbereitet und naturgemäß wie in jeder August-Ausgabe stehen Veranstaltungen rund um den CSD im Mittelpunkt der Berichterstattung. So gibt es diesmal Berichte aus Graz (Seite 28), Innsbruck (Seite 20), Wien (Seite 35) und von den Gaygames und Europride Budapest (Seite 08 – 09). Aber auch die Szeneberichterstattung findet wie immer ihren gewohnten Platz. Sohin haben wir diesmal eine kompakte, schmale Sommerausgabe für Euch – wer will auch schon bei 30 Grad so eine dicke Schwarte lesen, nicht wahr? Damit verabschiedet sich die Redaktion in den wohlverdienten Sommerurlaub! Und nicht vergessen: wer sein ganz persönliches PRIDE wieder einmal nicht bekommen hat, der mögen uns bitte ein E-Mail an redaktion@pride.at schicken, […]
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Nr. 128/Juni 2012

Liebe LeserInnen! Kein PRIDE bekommen? Das tut uns leid. In letzter Zeit kommt das aber immer öfter vor. Die Post sperrt Filialen zu, spart BriefträgerInnen ein und fährt aus logistischen Gründen PRIDE zwei Mal durch ganz Österreich. Dabei gehen immer öfter Sendungen verloren. Hotspots sind die Bezirke Gmunden und Imst aber auch sonst gibt es jede Menge Schwarzer Post-Löcher, in denen PRIDE spurlos verschwindet. Und leider ist die Post AG nicht sehr kooperativ oder anders gesagt: nicht sehr kundInnenfreundlich. Aber beim Abkassieren ist sie sehr genau – da werden auch die verschwundenen Stücke penibel abgerechnet. Da aber alle unsere AbonnentInnen ein Recht auf ihr persönliches PRIDE-Exemplar haben und wir nicht auch noch für nichterbrachte Dienstleistungen bezahlen wollen, rufen wir alle LeserInnen auf, die PRIDE nicht erhalten haben, uns bis Ende Juni davon per E-Mail zu verständigen: redaktion@pride.at. Damit wir der Post AG den Marsch blasen können… Ansonsten wünscht die ganze Redaktion viel Lesevergnügen mit dieser Ausgabe – unter anderem mit einem Porträt der lesbischen Schlagersängerin Tina Anders (PRIDE verlost drei CDs „unnahbar nah …“), einem Bericht über die Welturaufführung von „Homophobia“, den Diskriminierungsbemühungen der Oö. Volkspartei und einen völlig durchgeknallten Pfarrer aus der Steiermark. Daneben gibt es ein paar Tipps […]
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Nr. 127/April 2012

Liebe LeserInnen! Homophobie begegnet uns nach wie vor täglich – vielleicht nicht immer persönlich, aber denken wir nur an Russland, wo die Regierung jetzt wieder Gesetze gegen Homosexuelle beschließen lassen will. Oder an den CSD letztes Jahr in Split. Oder an die Tötungen im Iran. Oder an diverse Äußerungen von Bischöfen oder PolitikerIn­nen. Und auch bei uns passiert Homophobie nach wie vor. Auch die Diskriminierung von Lesben und Schwulen durch die ÖVP im geplanten Oö. Eingetragenen Partnerschaftsgesetz ist das Ergebnis einer homophoben Ideologie (siehe Bericht auf Seite 21 – 24). Und Homophobie und Mobbing in der Schule, am Arbeitsplatz, etc. sind tagtäglich mehr oder weniger geübte Praxis. Und viele halten diesen Druck auch nicht länger aus – gerade letztes Jahr erschütterte eine Welle von Selbstmordfällen von schwulen Jugendlichen in den USA die Welt. Und auch bei uns haben Befragungen ergeben, dass über die Hälfte lesbischer und schwuler Jugendlicher, üble Nachrede und Mobbing Gleichaltriger erlebt haben. Ebenso viele sind in der Öffentlichkeit beschimpft worden, knapp ein Drittel in der Schule. Homosexuelle Jugendliche sind wesentlich häufiger depressiv, denken öfter an Selbstmord. So haben 17 Prozent der Lesben und zwölf Prozent der Schwulen bereits einmal versucht, sich das Leben zu nehmen. Und: Fast […]
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Nr. 126/Februar 2012

Liebe LeserInnen! Faschingszeit ist die Zeit der Masken und des Maskierens, und besonders für Lesben und Schwule ist das Gestalten und Ausleben der eigenen Persönlichkeit nicht immer einfach und oft mit Maskierungen, aber auch mit klischeehaften Darstellungen verbunden. Passend zur Jahreszeit schauen wir beim Thema Klischees hinter die Masken (Seite 10 bis 17). Angeblich unstatthaftes Verhalten in der Linzer Parkbadsauna und daraufhin eingesetzte Security-Dienste (Seite 06 bis 07) sind genauso Thema dieser PRIDE Ausgabe, wie auch das unspektakuläre Coming Out von SPÖ-Stadtrat Michael Grossmann in Graz (Seite 24 und 25), das viele positive Reaktionen ausgelöst hat. Als Titelgeschichte haben wir die noch bis Ende Februar im Linzer HOSI-Zentrum ausgestellten Männerbilder des tschechischen Künstlers Martin Foretník gewählt (Seite 52 und 53) und berichten von der Österreichpremiere des genialen Comiczeichners und Geschichtenerzählers Ralf König (Seite 54 bis 55). Als besonderes Gustostückerl anlässlich der neuen Rosenstolz Single „Lied von den Vergessenen“ verlosen wir unter PRIDE-LeserInnen einen Rosenstolz-Sportbeutel (Seite 56). >> Verlosung Und weil PRIDE auch mit der Zeit geht, haben wir uns ein neues Service einfallen lassen: Weiterführende Infos zu Artikeln können per Smartphone über QR-Codes abgerufen werden, die am Ende einiger Artikel platziert sind. Wir freuen uns auf euer zahlreiches Feedback. Viel […]
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Nr. 125/Dezember 2011

Liebe LeserInnen! Auf Seite 14 heißt es unter dem Titel „Krisen­zeiten“ unter anderem: „Womöglich ist dies die letzte Ausgabe unserer Zeitschrift PRIDE.“ Ja, das könnte fast sein – dass diese Ausgabe nur 64 statt 96 Seiten hat ist auch der schwierigen Ertragslage geschuldet. Kaum bezahlte Inserate, zu geringes Spendenaufkommen bei steigenden Druck- und Portokosten – das geht sich nicht aus. Und jetzt hat auch unsere Miteigentümerin, die zwei Drittel der Auflage abnimmt, die HOSI Linz, ernsthafte finanzielle Probleme. Das gefährdet auch unser PRIDE massiv. Viele interessante Berichte und Beiträge haben wir diesmal opfern müssen – das Herz der RedaktionsmitarbeiterInnen blutet und ist sorgenschwer. Dennoch haben wir uns bemüht, trotz des verringerten Umfangs einen bunten Strauß von Artikeln zu binden, der doch allen etwas bieten sollte. So steht diese Ausgabe jedenfalls unter dem Motto „Sichtbar lesbisch“ – immerhin hat sich Christine Hödl bei der ORF-Show „Die große Chance“ ebenso überraschend wie zu recht an die Spitze – und damit auch auf unser diesmaliges Cover – gesungen. Mehr über lesbische Sichtbarkeit auf den Seiten 6-10. PRIDE bedankt sich mit dieser letzten Ausgabe 2011 jedenfalls bei allen LeserInnen, InseratkundInnen und UnterstützerInnen im heurigen Jahr und wünscht das Beste für 2012. Wir hoffen jedenfalls, […]
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Nr. 124/Oktober 2011

Liebe LeserInnen! Tanzen ist in – nicht erst seit Alfons Haider und Vadim Garbuzov zum Ärger Niki Laudas dem ORF ein paar zusätzliche Einschaltquoten verschafften. Der beste Beweis sind nicht nur boomende gleichgeschlechtliche Tanzsportclubs in Wien und Linz, die gut besuchten Tanzkurse u.a. der HOSI Linz, sondern auch die guten Platzierungen, die österreichische Tanzpaare bei internationalen Turnieren immer wieder belegen – zuletzt das Traumpaar Richard Folie und Thomas Marter beim internationalen Vienna Dance Contest im September. Und die beiden tanzen nicht nur gut, sondern schauen dabei auch noch blendend aus… Aber lassen wir das; wir berichten darüber in unserer Titelgeschichte ab Seite 68! Gesellschaftspolitisch betrachten wir diesmal das reformbedürftige Eherecht (warum auch immer die Heteros da nicht schon längst den Aufstand proben?), die Reformvorschläge der Grünen und wie die ÖVP dazu steht (Seite 14-17). Passend dazu haben wir uns die Situation eines lesbischen Paares angeschaut, dem im ÖVP-dominierten Niederösterreich die Pflegeelternschaft verweigert wurde, weil sie angeblich keine elternähnliche Beziehung aufbauen können (Seite 11-13), und stellen das Bau- und Wohnprojekt „Que[e]rbau“ in Wien-Donaustadt vor (Seite 18-19). Und neben der gewohnt umfangreichen Berichterstattung über das Geschehen in Linz, Graz, Innsbruck, Salzburg und Wien haben wir natürlich wieder Platz für Bücherneuerscheinungen, aktuelle Filme […]
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Nr. 123/August 2011

Liebe LeserInnen! Die alljährlichen Wochen voller Paraden und Feste anlässlich des CSD sind für 2011 wieder weitgehend vorbei. Der Eindruck, der bleibt, ist zwiespältig. Einmal bunte Straßenfeste mit zigtausenden BesucherInnen, die ausgelassen in den vom Verkehr kurzfristig befreiten Innenstädten feiern, zum Anderen gewalttätige Ausschreitungen eines hasserfüllten Mobs gegen ein paar Dutzend AktivistInnen, die nur unter massiven Polizeischutz ihre „Parade“ abhalten können. Und beides gibt es im Europa des Jahres 2011 – oft nur ein paar Flugstunden voneinander entfernt. Das gibt doch zum Denken Anlass. Und auch zur Sorge. PRIDE berichtet darüber auf den Seiten 12-16. Aber die Redaktion hat sich natürlich auch das neue Parteiprogramm der FPÖ angeschaut und sich einen recht nachdrücklichen Eindruck des kornblumenblauen Familienbildes gemacht (Seite 10). Schon besser schaut das Familienbild des Liechtensteiner Volkes aus. Entgegen den eindringlichen Appellen der katholischen Kirche und trotz einer sündhaft teuren Schmutzkübelkampagne diverser politischer Rechtausleger sagte das Liechtensteiner Stimmvolk mit überzeugenden 68,8% ja zu dem im Landtag bereits beschlossenen Partnerschaftsgesetz! PRIDE gratuliert den FreundInnen in Liechtenstein ganz herzlich und berichtet auf Seite 22-23. Aber auch Dildos weckten diesmal das Interesse der PRIDE-Redaktion (Seite 68/69) und so ungewöhnliche Projekte wie ein geplanter Beginenhof in Österreich (Seite 76/77). Eine neue Comic-Geschichte mit […]
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Nr. 122/Juni 2011

Liebe LeserInnen! Im Juni vor 40 Jahren wurde die sogenannte Kleine Strafrechtsreform beschlossen. Die Regierung Kreisky hat in derem Zuge auch das Totalverbot homosexueller Handlungen abgeschafft – den bis dahin geltenden § 129 I b StGB. Vier neue Strafrechtsparagrafen traten an dessen Stelle, deren letzter, der berüchtigte § 209 StGB, erst 2002 durch den § 207 b beseitigt werden konnte. Grund genug, sich ab Seite 12 die Monate April 1970 bis Juni 1971 genauer anzusehen. Grund genug auch für den Ehrenpräsidenten der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Dr. Peter Schieder, sich exklusiv für PRIDE auf den Seiten 14-16 ganz persönlich an dieses Zeit zu erinnern. Opferschutzkommission oder Täterschutzkommission? – dieser Frage bezüglich die von der früheren Landeshauptfrau der Steiermark geleiteten „Klasnic-Kommission“ zur Aufklärung der Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche spüren wir auf den Seiten 18-24 nach, aber auch die Eskalation des Konfliktes zwischen dem Theologen David Berger und dem Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner, sowie die skurrilen und gefährlichen Aktivitäten der Westboro Baptist Church in den USA sind Thema der diesmaligen Berichterstattung. Daneben gibt es wieder viel Regionalberichterstattung (Seite 28 bis 67) und Kulturberichte und die Tatsache, dass Aserbeidschan Sieger des diesjährigen Songcontests geworden ist, ist Anlass, die Menschenrechtslage in diesem […]
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Nr. 121/April 2011

Liebe LeserInnen! Zweimal Grund zur Freude hatten die AbonnentInnen unter unseren LeserInnen im Februar, bekamen Sie doch neben der Ausgabe 120 auch noch unsere Sonderausgabe zum Partnerschaftsgesetz ins Haus geliefert. Zugegeben, das Gesetz ist schon ein Jahr in Kraft, aber uns war wichtiger, fundierte, umfassende und gut recherchierte Informationen zur Verfügung zu stellen als einen womöglich lückenhaften Schnellschuss. Es war trotzdem für unser Layout-Team ein ordentlicher Kraftakt, zwei Hefte nahezu gleichzeitig zu produzieren, aber die Mühe hat sich dennoch gelohnt, wie die zahlreichen Rückmeldungen und Bestellungen zeigen. Und für uns war es auch ein finaler Höhepunkt von 20 Jahren Zeitungsmachen. Ja, PRIDE ist mit der Ausgabe 120 bereits 20 Jahre alt geworden und ist damit im besten Alter angelangt. Und deswegen haben wir zu diesem Anlass unserem PRIDE auch ein neues Layout verpasst: Frischer, bunter, dynamischer soll PRIDE ab jetzt daherkommen – immerhin das letzte Facelifting war mit der Aus­gabe 66/Februar 2002, ist also schon ein paar Jährchen her. Wir hoffen, dass unsere LeserInnen mit dem neuen Erscheinungsbild genauso viel Freude haben wie wir selbst und freuen uns daher über ganz viele Zuschriften bzw. Postings auf Facebook. Der Verantwortliche für das neue Design soll aber auch nicht in Vergessenheit geraten, […]
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Nr. 120/Februar 2011

Liebe LeserInnen! Vom Witz zur verbalen Entgleisung, von einer freien Meinungs­äußerung zu homophoben Ausfällen ist es oft nur ein kurzer Schritt und die Grenzen dazwischen oft nicht so klar festzumachen. Jüngste homophobe Vorfälle in Öster­reich (und auch im Ausland) machen nachdenklich, und daher steht die Titelgeschichte dieser Ausgabe unter diesem Thema. Das ist nicht lustig, das macht keinen Spaß, das ist nicht sexy. Es muss aber darüber gesprochen werden. Das PRIDE-Team hat versucht einige der Themenbereiche aufzuzeigen, auch mit selbstkritischem Blick auf die lesbisch/schwule Community (Seite 12 – 19). Mit dem verstärken und selbstbewussten Auftreten von Lesben und Schwulen wird auch der konservative Gegenwind stärker, daher ist es umso wichtiger, hier auch adäquate Strategien eines selbstbewussten Auftretens zu entwickeln. Andere spannende Themen wie das Aus für Poppers in Österreich (Seite 47 – 49) und über Barrieren für RollstuhlfahrerInnen (Seite 44 – 45) finden sich genauso, wie aktuelle Berichte aus der Community oder neue spannende schwule Filme im Kino. In diesem Sinne, behalten wir uns unseren Humor, aber widersprechen wir dann auch, wenn es zu Ausgrenzungen und homophoben Überschreitungen kommt. Gerhard Niederleuthner PS: Ein herzliches Dankeschön all jenen, die unserem Spendenaufruf in der letzten Ausgabe nachgekommen sind. Die grundsätzliche finanzielle Lage […]
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Nr. 120a

Gut informiert Endlich ist auch in Österreich möglich, was in vielen europäischen Staaten schon länger gang und gäbe ist: Nach jahrelangen politischen Auseinandersetzungen können Lesben und Schwule ihre Paarbeziehung mit einer Eingetragenen Partnerschaft (EP) rechtlich absichern. Mit dieser neuen Möglichkeit tauchen aber auch Fragen auf: Was heißt es, nächster Angehöriger von meinem Partner zu sein? In welcher rechtlichen Beziehung stehe ich nun zum Kind meiner Partnerin? Muss ich meinen Arbeitgeber vom Schließen einer EP informieren? Welche Auswirkung hat die EP auf die Erbfolge? Wie kann man eine EP wieder auflösen? Mit solchen und ähnlichen Fragen sind wir in unserer Beratungstätigkeit immer wieder konfrontiert. Daher haben wir uns zusammengetan und diese Broschüre initiiert, mit der wir möglichst umfassend über die EP und ihre rechtlichen Folgen informieren wollen. Diese Information möge sowohl jenen, die bereits in einer EP leben, als auch jenen, die sich diesen Schritt gerade überlegen, nützlich sein – auch wenn die Broschüre nur allgemeine Information bieten kann und vor allem in komplexen Rechtsbereichen (wie z. B. Fremdenrecht und Scheidung) eine persönliche Beratung im Einzelfall nicht ersetzt! Auf www.partnerschaftsgesetz.at informieren wir detailliert und am jeweils neuesten Stand über die EP. Unser herzlicher Dank gilt Rechtsanwalt Dr. Helmut Graupner, dem Autor […]
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Nr. 119/Dezember 2010

Die PRIDE Titelgeschichte widmet sich aus gegebenem Anlass zwei verdienstvollen AktivistInnen der lesbisch/schwulen Bewegung, und zwar den diesjährigen G.A.L.A. PreisträgerInnen Ulrike Lunacek und Günter Tolar. Im Jahr Eins nach Einführung der „Eingetragenen Partnerschaft“ wird so der jahrelange Kampf und das unermüdliche Engagement von zwei auch sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten gewürdigt. Auch wenn vieles an dem Gesetz noch auf echte Gleichstellung wartet – viele Lesben und Schwule haben bereits ihre Beziehung öffentlich und vor dem Staat eintragen lassen. PRIDE gratuliert jedenfalls herzlich und zeigt auf Seite 12 wieder ein paar glückliche Paare und hat auch auf Seite 9 exklusiv die neueste Statistik der PartnerInnenschaftsschließungen parat. Und weil mit dieser Ausgabe die kalte Jahreszeit auch wirklich Einzug hält, haben wir für alle, die sich lieber am warmen Kamin ein gutes Buch zur Hand nehmen wollen etliche feine Bücherraritäten im Kulturteil zusammengetragen. Und darüber freuen wir uns – abseits dieser Ausgabe – ganz besonders: Auf die Kooperation mit queer-Lounge! Seit Mitte November bieten PRIDE auch exklusiv allen LeserInnen die regelmäßigen Sendungen der queer-Lounge auf der Website www.pride.at als Video-Stream an. Alle zwei Wochen gibt es dann regel­mäßig Aktuelles aus ganz Österreich per TV-Stream. Wir freuen uns, dieses Ser­vice gemeinsam mit queer-Lounge anbieten zu können! […]
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Nr. 118/Oktober 2010

Liebe LeserInnen! Bitte, kauft euch nie mehr einen neuen Computer! PRIDE wird jetzt auf den neuesten Hightech-Produkten – mit der allerneuesten Software drauf – produziert und: PRIDE erscheint verzögert. Statt drei Tagen hat die Umstellung zwei Wochen gedauert; verschwundene E-Mails, unkontrollierte Programmabstürze und völlig wirre Menüführungen im neuen System haben Redaktion und LayouterInnenteam zusätzlich belastet. Dennoch: Es ist geschafft – die Ausgabe 118 hat das Licht der Welt erblickt. Allerdings: Das Fehlen der beliebten Kolumne „Lebens­lagen“ von Mario Lackner ist nicht den neuen Computern zu verdanken, sondern einfach der Tatsache, dass Mario Lackner seine Kolumne eine Zeitlang überdenken möchte. Dafür gibt es in dieser Nummer wieder dicht gedrängte Informationen über alles, was diese Republik in den letzten beiden Monaten bewegt hat – von dem Lehrer, der nach den Ferien plötzlich eine Lehrerin geworden ist (Seite 17-21) bis zum unsäglichen Streit über die Regenbogenparade, dem wir auf den Seiten 14-16 nachspüren. Auch den Gay Games in Köln widmen wir in dieser Ausgabe unser Augenmerk (Seite 22-23 und 34-35) genauso, wie den abgesagten Auftritten des homophoben Reggae-Sängers Sizzla (Seite 64-65). Und natürlich beschäftigt uns in dieser Ausgabe auch wieder das Lebens­partnerschaftsgesetz: Neben den schönsten Hochzeits­fotos der letzten beiden Monate steht auch ein […]
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Nr. 117/August 2010

Like A Butterfly“ – diesmal präsentiert PRIDE die Sängerin Coy am Cover und damit ein zweites Mal eine recht musikalische Titelstory (Seite 68-69). Aber auch sonst haben wir diesmal wieder jede Menge bunter Themenschmetterlinge für euch eingefangen: Sechs Monate Partnerschaftsgesetz – wir haben uns die Zahlen und Fakten des ersten halben Jahres näher angeschaut (Seite 8-10, 34-35, 42-43). Aber auch die verschiedenen Veranstaltungen zum CSD bilden diesmal einen Schwerpunkt der Berichterstattung. Euro-PRIDE in Warschau, die Regenbogenparade in Wien, das Straßenfest in Linz, der CSD in Graz und die Parade in Innsbruck – und alles mit jeder Menge Fotos! Neue Bücher und Filme stellen wir euch ebenfalls wieder vor und wir gehen der Frage nach, warum es keine Fotos vom Life Ball in dieser Ausgabe gibt (Seite 74 – 75). Für Rätselwütige gibt es wieder ein neues Sudoku und für alle, die uns endlich einmal so richtig die Meinung geigen wollen, haben wir ein Diskussionsforum auf Facebook eröffnet – ja, da ist PRIDE nämlich jetzt auch schon zu finden: facebook.at/pride.magazin. 502 Personen gefällt das bereits und 623 FreundInnen hat PRIDE auch schon! Also: Like-Button drücken bzw. FreundIn werden! Einen schönen Bade-Sommer wünscht euch mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner
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Nr. 116/Juni 2010

Liebe LeserInnen! Ein hundertjähriges Hochwasserereignis hätte es angeblich aushalten sollen, doch kaum war die Donau einmal kurz angeschwollen, war das „Linzer Auge“ auch schon fortgespült. Das Geschenk der Architekten- und Ingenieurskonsulentenkammer OÖ zu Linz 09 an die Stadt Linz war ja schon bisher vor allem dadurch aufgefallen, dass es nicht hielt, was die PlanerInnen erwartet hatten. Selbiges kann man vom Partnerschaftsgesetz auch sagen, denn von der erhofften Gleichbehandlung ist das Gesetz ja weit entfernt. Wie die Situation nach beinahe sechs Monaten nun wirklich ausschaut, steht auf der Seite 8. Wir können nur hoffen, dass die Klagsflut die diskriminierenden Bestimmungen genauso schnell hinwegspült, wie das Hochwasser das „Linzer Auge“. Vorerst aber ein paar stimmungsvolle Fotos von einigen Verpartnerungs-Feierlichkeiten in den letzten Wochen – schon schön, wenn zwei Männer endlich auch ganz offiziell ja zueinander sagen können – selbst wenn sie im Anschluss daran keinen Familien­namen mehr haben. Wir haben jedenfalls drei Traumhochzeiten fotografisch festgehalten und freuen uns mit den drei Paaren (Seite 12). Wir wünschen ihnen alles Gute! Homophobie im Fußball ist auch ein Thema, dem wir aus gegebenem Anlass ein paar Seiten dieser Ausgabe widmen (Seite 14-20) – ja die Fußball-Weltmeisterschaft geht halt auch am PRIDE nicht spurlos vorüber. Immer […]
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Nr. 115/April 2010

Liebe LeserInnen! Mit der Titel­geschichte (Seite 16 – 18) würdigen wir das verdienstvolle Wirken Johanna Dohnals, die nicht nur für viele Frauen ein Vorbild war, sondern bis heute für konservative Kreise noch eine Angriffsfläche darstellt. Österreich hat durch den Tod von Johanna Dohnal eine angriffslustige, querdenkende und immer geradlinige Feministin verloren. Aus aktuellem Anlass beschäftigen wir uns auch mit den jetzt endlich flächendeckend öffentlich gewordenen, jahrelangen sexuellen Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche (Seite 19 – 20, 58 – 59). Der verlogenen Sexualmoral der katholischen Kirche kann nur mit Mut und Selbstbewusstsein der Missbrauchsopfer langfristig entgegengewirkt werden. PRIDE wird diesen Skandal aus Vertuschung und Scheinmoral auch weiterhin aufmerksam verfolgen. Das neue Partnerschaftsgesetz ist selbstverständlich auch ein wesentlichen Teil dieser Ausgabe: Die Aus­wirkungen von konservativem Gedankengut – besonders in der ÖVP – auf das neue Partnerschaftsgesetz, konkrete Informationen über Zeremonien und Gesetzesanpassungen, aber auch persönliche Statements von lesbischen und schwulen Paaren finden sich in dieser Frühlingsausgabe des PRIDE (Seite 8 – 18). Und außerdem gibt es diesmal in dieser PRIDE-Ausgabe für unsere LeserInnen zu drei sehr verschiedenen Themenbereichen Verlosungen: Für musikalische FeinschmeckerInnen 2 x 2 Karten für das Konzert von Brandi Carlile am 15. Mai 2010 in der Szene Wien (Seite 64 […]
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Nr. 114/Februar 2010

Liebe LeserInnen! Zeit zu Feiern? Das Jahr 2010 hat ja spannend angefangen, mehr als zehn Jahre nach der Verabschiedung eines Forderungskataloges der österreichischen Lesben- und Schwulenorganisation zu gleichgeschlechtlichen PartnerInnenschaften gibt es in Österreich endlich eine gesetzliche Regelung. Einen langen Atem mussten AktivistInnen haben, bis es soweit war. Mit dem neuen Gesetz ist aber noch lange nicht alles erreicht. Die Redaktion hat – nach intensiver Diskussion – als Überschrift der Titelgeschichte dieser PRIDE-Nummer „Hochzeit“ gewählt (Seite 8 bis 15 und 36 bis 37). Denn für viele Lesben und Schwule stellen die Zeremonie, der Vertrag und die damit nachfolgenden Sicherheit und Verpflichtungen einen wichtigen Abschnitt in ihrem Leben dar. Da wird gefeiert, da gehen lang ersehnte Wünsche in Erfüllung, da war es auch höchst an der Zeit, dass eine entsprechende Regelung einführt wurde. Maria Fekter und KonsortInnen haben ja erfolgreich mit allen Mitteln dafür gesorgt, dass Worte wie „Familie“ oder Bezeichnungen die Parallelen zur „Ehe“ herstellen, konsequent vermieden werden. Geschweige denn kindgerechte Regelungen für Kinder in Regenbogenfamilien. Erst langsam zeigt sich auch, welch diskriminierende Auswirkungen etliche Paragraphen im EP-Gesetz haben (Seite 12 bis 15). Ist es also wirklich Zeit zu feiern, ist es aus lesbisch/schwulem Selbstverständnis logisch die traditionellen Bezeichnungen wie „Trauung“, […]
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Nr. 113/Dezember 2009

Liebe LeserInnen! Ab 1. Jänner können sich also auch Österreichs Lesben und Schwule endlich verpartnern. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist: Es wird ein nur für Lesben und Schwule geltendes Sondergesetz sein, das durch die Einführung einer neuen Kennzeichnung in allen amtlichen Formularen auch alle verpartnerten Lesben und Schwulen öffentlich outet und das die Lesben und Schwulen dem guten Willen der Bezirkshauptleute ausliefert. Dass das Gesetz uns die künstliche Befruchtung und die Adoption verweigert, war ja zu erwarten gewesen, dass es aber schlechterdings alles ausblendet, was nur irgendwie mit Kindern zu tun hat, ist eigentlich nur noch als für das Kindswohl unverantwortlich zu bezeichnen. Was das Gesetz kann, was es nicht kann und wie die Reaktionen darauf sind, haben wir versucht auf den Seiten 8 bis 18 aufzubereiten. Daneben gibt es natürlich auch in den Regionalteilen noch zusätzliche Informationen darüber, und wir werden uns dann mit dem endgültigen Gesetz auch in der nächsten Ausgabe beschäftigen, denn womöglich schaffen es die Abgeordneten im Nationalrat ja vielleicht doch noch, einzelne Probleme zu entschärfen und das eine oder andere Fehlende noch hineinzureklamieren. Wir wollen da die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben. Daneben möchte ich Euch noch auf unseren Beitrag über […]
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Nr. 112/Oktober 2009

Liebe LeserInnen! Ernüchterung nach den Wahlen in Deutschland, Vorarlberg und Oberösterreich: Für Lesben und Schwule bedeutet das in Österreich nichts Gutes. Die trüben Aussichten in Oberösterreich werden auf Seite 36 und 37 analysiert. Unabhängig von dem politischen Mächteverhältnis in unserem Nachbarland Deutschland ist das Ergebnis der Wahl aber doch einer Titelgeschichte wert: Steht mit Guido Westerwelle ein offen lebender Schwuler als zukünftiger Außenminister im Blick der Öffentlichkeit. Wie geschickt der liberale Politiker sein Amt ausführen wird, muss sich erst zeigen, aber allein die Tatsache, dass für alle Welt homosexuelle Lebensweise sichtbar wird – sein Lebenspartner Michael Mronz wird dann auch auf Staatsempfängen präsent sein, ist ein gutes Zeichen. Über die jetzt schon wirklich peinliche Debatte um das PartnerInnenschaftsgesetz haben wir aktuelle Fakten zusammengetragen (Seite 8 bis 11), ein Interview mit ÖVP-Klubobmann Christopher Drexler klärt über eine verlorene Wette auf, mit der Dezemberausgabe des PRIDE wissen wir dann wahrscheinlich schon mehr, oder auch wieder nicht – da hier die ÖVP wieder einmal blockiert. Erschreckender Weise hat sich auch in den letzten Jahre beim Thema rechtlicher Gleichstellung wenig getan: Bereits vor zehn Jahren beschloss die Evang. Kirche H.B. die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare zu empfehlen. Und die Welt dreht sich noch immer, und […]
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Nr. 111/August 2009

Liebe LeserInnen! Nicht nur der Sommer will heuer nicht so, wie wir das gerne hätten. Auch das PartnerInnenschaftsgesetz dürfte nicht so ausfallen, wie sich Österreichs Lesben und Schwule das seit Jahren vorstellen. Gut, dass vom heiraten nicht die Rede ist, war zu erwarten und stört mich nicht besonders. Aber dass die ÖVP schon wieder – immer noch – das Standesamt in Frage stellt (Seite 8 bis 9), ist ja wohl ein starkes Stück. Und Oberösterreichs Landeshauptmann Pühringer, der ja im September Landtagswahlen zu schlagen hat schweigt dazu. Aber: wir müssen ihn ja nicht wählen. Bei SPÖ und Grünen wissen wir wenigstens, dass sie sich für uns einsetzen. Und wer mehr Entscheidungshilfen braucht, um am 27. September sein Kreuzchen auch sicher bei der richtigen Partei zu machen, die/der kann sich auf Seite 10 bis 12 noch einmal ganz grundsätzlich informieren. Zentrales Augenmerk richten wir in dieser Ausgabe aber nota bene auf die verschiedenen CSD-Aktivitäten in Österreich und New York. Immerhin hat unter anderem die HOSI Linz an diesem CSD ihr neues Vereinszentrum mit einem prächtigen Straßenfest offiziell in Betrieb genommnen. Mehr dazu auf Seite 41 bis 45. Und dann ist da natürlich noch die Regenbogenparade. Darüber berichten wir auf Seite 48 […]
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Nr. 110/Juni 2009

Liebe LeserInnen! Eine Handvoll junger, sympathischer Menschen stehen unbeschwert lachend und plaudernd vor einem Lokal auf der Straße. Das Lokal trägt den Schriftzug „Stonewall Inn“. Es ist eines der wenigen Fotos, die es aus den Nächten der „Stonewall Riots“ vor nunmehr 40 Jahren gibt. Man mag kaum glauben, dass es diese jungen Leute waren, die unverhofft und unbeabsichtigt zum Ausgangspunkt der neuen internationalen Lesben- und Schwulenbewegung wurden. Sie hatten einfach genug von Polizeiwillkür, Diskriminierung und Verfolgung, vom sich verstecken müssen. Die Unruhen, zu denen es in der Christopher Street am 28. Juni 1969 gekommen war, haben nur ein paar kurze Tage gedauert. Ihre Auswirkungen und Folgen erleben wir heute noch. In der ganzen Welt ziehen die Lesben und Schwulen rund um den 28. Juni durch die Straßen; was mit einer Straßenschlacht in New York begonnen hat, findet heute in stolzen Paraden seine weltweite Fortsetzung. Wir haben daher diesmal genau dieses oben beschriebene Foto als Cover für diese PRIDE-Ausgabe gewählt. Es ist eines der ganz wenigen Zeitdokumente dieser Zeit. Es ist eigentlich nur ein zufälliger Schnappschuss – wer hätte beim Ausgehen am Abend schon damit gerechnet, dass sie oder er ein paar Stunden später schon mitten in einem Geschehen ist, durch […]
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Nr. 109/April 2009

Liebe LeserInnen! Diese Ausgabe steht ganz im Zeichen der letztlich gescheiterten Ernennung des Pfarrers von Windischgarsten, Gerhard Maria Wagner, zum Weihbischof von Linz und damit im Zeichen der katholischen Kirche. Auf den Seiten 8 – 17 gehen wir mit zahlreichen Meinungen, Stellungnahmen und Kommentaren der Frage nach, was ist in der katholischen Kirche los, was treibt diesen Papst an und wohin soll das alles führen. Auch mit der frisch gekürten Spitzenkandidatin der Grünen für die Wahl zum Europaparlament, Ulrike Lunacek, haben wir ein ausführliches Interview um ihre Beweggründe, Hintergründe und ihr Verhältnis zu Johannes „Silberrücken“ Voggenhuber geführt (Seite 24 – 26). Neu vorstellen dürfen wir den Comic-FreundInnen unter unseren LeserInnen ab dieser Ausgabe Tommy, Damian und Alex, denen wir diesmal auch unser Cover gewidmet haben. Für ein Jahr werden das schwule Paar und ihr Kater PRIDE exklusiv begleiten. Deren Schöpfer, den Zeichner Thilo Krapp stellen wir dabei auch gleich einmal vor (Seite 70 – 72). Zahlreiche Beiträge kreisen wieder um aktuelle Kulturprojekte, Filme und Festivals und dabei gibt es wieder einmal jede Menge zu gewinnen: Wir verlosen diesmal zwei handsignierte Comics „Der grüne Panther“, Karten für die Film­festivals „identities 2009“ (Seite 65 – 67) und „Crossing Europe“ (Seite 68 – […]
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Nr. 108/Februar 2009

Wir sind begeistert! Island hat eine lesbische Premierministerin! Das Abendland geht vielleicht wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise unter, aber nicht wegen der sexuellen Orientierung einer Regierungs­chefin (wir berichten auf Seite 20 – 23). Da sind wir in Österreich noch weit davon entfernt. Da kommen und gehen hierzulande noch einige Regierungen, tagen noch ein paar hundert interministerielle Arbeitsgruppen und da wird Bischof Laun noch vorher Papst (ja, über die beiden berichten wir leider auch, aber auf Seite 17 – 18). So schaut’s aus in Österreich. Jedenfalls finden wir das mit Jóhanna Sigurðardóttir einfach super. Und deswegen haben wir auch ganz schnell noch unsere Coverstory umgestoßen. Abgesehen davon – und ganz abgesehen von dem Bericht über die Kirchenkasperln –  gibt es natürlich wie versprochen einen Beitrag zum Regierungsvorhaben, endlich irgend ein Gesetz zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher PartnerInnenschaften einführen zu wollen. Auf den Seiten acht bis 12 haben wir uns bei verschiedenen AktivistInnen der österreichischen Bewegung umgehört, was sie sich davon versprechen. Außerdem schauen wir uns im Kriegsgebiet des Nahen Ostens um (Seite 24 – 26) und in Amsterdam (Seite 38 – 39). Und die Auswirkungen des am Jahresanfang in Kraft getretenen NichtraucherInnenschutzgesetzes untersuchen wir exemplarisch an Hand der Linzer Szene (Seite 42 – 43). […]
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Nr. 107/Dezember 2008

Liebe LeserInnen! Österreich hat eine neue Regierung. Während diese PRIDE-Ausgabe gerade druckfertig gemacht wird, erklären SPÖ-Chef Faymann und ÖVP-Chef Pröll, dass die neue, alte Koalition nach 56 Verhandlungstagen endlich steht. Was sie den Lesben und Schwulen bringen wird, werden wir erst sehen müssen. Im Regierungsübereinkommen heißt es auf Seite 118 dazu nur lapidar: „Zur Schaffung eines Partnerschaftsgesetzes zur rechtlichen Absicherung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften wird eine Arbeitsgruppe (BMJ, BMI, BM Frauen) eingesetzt, die die weitere Vorgangsweise im Detail festlegt.“ Man darf also gespannt sein. Mehr dazu daher dann in der nächsten Ausgabe im Neuen Jahr. Vorerst hat die Redaktion diesmal nämlich ihr Augenmerk auf andere wesentliche Fragen geworfen, wie den 60. Jahrestag der Erklärung der Menschenrechte (Seite 8) oder anlässlich des Welt AIDS-Tags die Geschichte des Red Ribbons (Seite 82). Und fünf Jahre nach Gründung der GayCops ist Zeit auch nachzufragen, was sich bei der Polizei im Umgang mit Lesben und Schwulen verändert hat (Seite 12). Der typisch österreichische Umgang mit dem Tod von Jörg Haider und die Doppelbödigkeit im Umgang mit sexuellen Ausrichtungen von Österreichischen SpitzenpolitikerInnen sind natürlich ebenfalls Thema dieser Aus­gabe (Seite 15). Das Kult-Jugendmagazin „Bravo“ feiert heuer seinen 50. Geburtstag – Grund genug für einen Überblick darüber, wie offen, […]
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Nr. 106/Oktober 08

Liebe LeserInnen! Österreich hat gewählt. Wie oft habe ich das in den letzten Jahren schon geschrieben – und kaum etwas ist seitdem besser geworden für die Lesben und Schwulen in diesem Land. Da haben aber auch die Lesben und Schwulen ein Stück Mitverantwortung, denn wenn sogar wir die fortschrittsfeindliche ÖVP oder gar rechtspopulistische Parteien wählen, dann wird sich wohl auch so schnell nichts ändern. Und bei allem Verständnis für die Enttäuschungen – und sicher nicht nur wegen „unseren“ Themen – nach der Wahl 2006, wenn mehr als 20 Prozent der Lesben und Schwulen ihr Kreuzchen bei FPÖ und BZÖ machen, dann sind wir selber schuld, wenn uns weiterhin Rechte vorenthalten werden. Über dieses Stimmverhalten der Community aber auch andere Aspekte der Nationalratswahl berichten wir auf den Seiten 11 – 18. Zudem haben wir für diese Ausgabe die Grüne Volksanwältin Terezija Stoisits (Seite 21 – 23), die Obfrau der HOSI Salzburg (Seite 8 – 10) und den neuen Tiroler Landtagsabgeordneten Gebi Mair (Seite 32 – 33) interviewt. Wir waren aber für Euch auch beim Pink Wave-Festival in Pörtschach (Seite 58), beim Glockengassenfest in Salzburg (Seite 55) und beim Frauenfest in Linz (Seite 49). Und wir beleuchten die lesbisch-schwulen Aspekte der heurigen […]
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Nr. 105/August 2008

Liebe LeserInnen! Dass das von Justizministerin Berger geplante Lebenspartnerschaftsgesetz so schnell ein Opfer der politischen Stimmung in Österreich wird, hätte ich nicht erwartet. Jedenfalls ist der Entwurf jetzt Makulatur und nach den Neuwahlen im September wird sich erst zeigen müssen, ob sich die neue Regierung dieses Themas wieder annehmen wird oder nicht. Wir haben jedenfalls Justizministerin Maria Berger über den von Ihr vorgelegten Entwurf für ein Lebens­partnerschaftsgesetz exklusiv befragt (Seite 12 – 13) und uns auch sonst das parlamentarische Begutachtungsverfahren näher angeschaut (Seite 14 – 18). Darüber hinaus beschäftigen wir uns natürlich – wenig überraschend – im Hinblick auf die kommende Nationalratswahl auch mit den Positionen der politischen Parteien (Seite 9 – 11). In dieser Nummer spüren wir aber auch dem Reiz des Androgynen in der Antike (Seite 28 – 30) nach, freuen uns über den Georg-Büchner-Preis und den österreichischen Staatspreis für Josef Winkler (Seite 74 – 75), waren für euch bei verschiedenen CSD-Veranstaltungen und waren natürlich auch bei der Mr. Gay-Wahl dabei. Und auch sonst haben sich unsere PartyreporterInnen auf zahlreichen Events in Innsbruck, Linz, Graz und anderswo herumgetrieben und nette Stories und Fotos mitgebracht, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Und ganz zum Schluss noch der Hinweis auf […]
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Nr. 104/Juni 2008

Liebe LeserInnen! Die 104. Ausgabe des PRIDE steht vor allem unter dem Zeichen des PartnerInnenschaftsgesetzes der Bundesregierung. So spät es im europäischen Vergleich kommt, so wenig hält es, was der Name verspricht. Ein Rumpfgesetz, das von allen LGBT-Organisationen abgelehnt wird und die damit pikante Weise zum selben Ergebnis kommen, wie die Bischofskonferenz oder fundamental-katholische Gruppierungen, nämlich: So nicht. Wie auch immer – PRIDE analysiert die Situation in seinem Themenschwerpunkt auf den Seiten 09 bis 17. Bei den Regionalteilen ist vor allem Tirol diesmal zu erwähnen. Das lesBiSchschwule Straßenfest Innlove stand heuer ganz im Zeichen der kommenden Fußball-EM. „From Inns­bruck with Love“ zitiert nicht nur einen alten James-Bond-Film, sondern ist auch eine Ansage an die homophobe Situation, in der Lesebn und Schwule in Russland leben. Und gleichzeitig beleuchten wir den Hintergrund solcher öffentlicher Manifestationen und spüren deren Sinn von den Stonewall-Unruhen 1969 bis zu den CSDs der heutigen Zeit nach. Alles darüber gibt es auf den Seiten 29 bis 34. Und weil wir gerade bei der Fußball-EM sind: Wir spüren auch der Frage nach, warum gerade Lesben so eine besondere Affinität zu Fußball haben (Seiten 64 bis 66). Nun ja, ich bin ja als bekennender Schwuler eher froh, dass Linz von […]
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Nr. 103/April 2008

Liebe LeserInnen! Mit dem Frühling kommt nicht nur die 103. Ausgabe des PRIDE, sondern auch die vage Hoffnung auf eine gesetzliche Regelung unserer PartnerInnenschaften. Zumindest die Regierungskoalition hat sich geeinigt, ein solches Gesetz bis Juni vorzulegen, und auch die Arbeitsgruppe im Familienministerium ist bereits zu einem Ende gekommen. Jetzt liegen alle Ideen, Wünsche und Vorschläge der Community auf dem Tisch und jetzt ist Zeit, dass sich die beiden zuständigen Ministerinnen, Maria Berger (SPÖ) und Andrea Kdolsky (ÖVP) auf einen Gesetzestext einigen. Wir werden da natürlich auch weiter dranbleiben. Wie der Stand derzeit wirklich ist, berichten wir auf den Seiten 12 – 14. Auch das Ergebnis der schwarz-grünen Verhandlungen in Graz beleuchten wir aus schwul-lesbischer Sicht (Seite 10 – 11) – immerhin hat Graz nun mit Lisa Rücker eine lesbische Vizebürgermeisterin. Ob das bei Bürgermeister Nagl aber zu einem Bewusstseinswandel führen wird, bleibt abzuwarten. Schwerpunkt ist diesmal jedenfalls das Thema „Gewalt“. Aus Anlass des Gedenkjahrs 2008 spannen wir auf den Seiten 16 – 23 den Bogen vom Anschluss 1938 über die NS-Zeit bis hin zur Gewalt, der heute immer noch Lesben und Schwule ausgesetzt sind. Extra dick auch diesmal wieder der Kulturteil und natürlich darf auch die Berichterstattung aus den Bundesländern […]
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Nr. 102/Feb. 2008

Liebe LeserInnen! Mit dem Jahres­wechsel stellt sich auch immer die Frage, was das neue Jahr wohl bringen wird. Der PRIDE-Redaktion jedenfalls eine neue Regionalredaktion: Denn mit dieser Ausgabe begrüßen wir auch die HOSI Tirol im Bund unserer HerausgeberInnenvereine. Damit wird PRIDE noch vielfältiger und bunter als bisher. Regelmäßig werden wir nun auch über die Termine und Angebote in Tirol berichten, aber auch über Events und andere wichtige Ereignisse. Und den Anfang machen wir in dieser Ausgabe auf den Seiten 25 bis 32. Was 2008 womöglich nicht bringen wird, ist die Eingetragene PartnerInnenschaft – da ist schon Wolfgang Schüssel vor. Wie der Stand der Dinge in dieser nicht enden wollenden Causa ist, erfahren wir auf Seite 12 bis 13, und warum die katholische Kirche ihres dazu beiträgt, auf Seite 9 bis 11. Darüber hinaus berichten wir diesmal über Hermes Phettberg (Seite 66), Simone de Beauvoir (Seite 63), Drag Kings (Seiten 60 – 62), und natürlich kocht Dame Edith Megastar wieder für uns (Seiten 52 – 53), und diesmal auch unterstützt von ihrer Assistentin (Dame Edith hat sich beim Tanzkurs leider etwas verausgabt und musste daher im Dezember ein kleines Päuschen einlegen!). Damit viel Spaß beim Lesen dieser ersten Ausgabe im Jahr […]
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Nr. 101/Dezember 2007

Liebe LeserInnen! Entsprechend der Jahreszeit ist gerade auch die innerpolitische Situation beim Thema gleichgeschlechtliche PartnerInnenschaften: spätherbstlich wechselhaft mit heftigen Stürmen und teils frostigen Temperaturen und dazwischen wieder Sonnenstahlen. Die ÖVP geht einen Schritt vor und zwei Schritte wieder zurück – da war dann doch zu viel Glatteis… Auf den Seiten 12 bis 19 werden die verschiedenen Positionen der Parteien, der Bewegung und der Kirche wiedergegeben – wir werden auch im neuen Jahr sicherlich noch Vieles darüber zu berichten haben. Bei den Gemeinderatswahlen am 20. Jänner in Graz steht viel am Spiel. Daher hat PRIDE die SpitzenkandidatInnen befragt, warum gerade Lesben und Schwule ihnen, bzw. ihrer Partei Vertrauen schenken sollen. Die Antworten darauf gibt’s auf Seite 32 bis 38. Vielleicht helfen sie ja bei der nicht immer ganz leichten Wahlentscheidung; zumindest aber sollen sie eine Orientierung ermöglichen. Als PRIDE-Titel analysieren wir den scheinbar unüberwindbaren Widerspruch von Islam und Homosexualität, und die unterschiedlichen Zugänge von jungen MigrantInnen zu Lesben und Schwulen (Seite 24 bis 28). Aus Anlass des 25-jährigen Gründungsjubiläums unseres MitherausgeberInnenvereins HOSI Linz ist dem PRIDE eine Beilage beigefügt, ein ausführlicher Bericht von der Geburtstagsfeier folgt dann aber erst in der Februar-Ausgabe. Mit dieser Ausgabe wird Günter Tolars Kolumne „Aus meiner […]
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Nr. 100a/Nov. 2007

Sonderausgabe: Hurra! PRIDE ist 100! Im April 1991 erschien, herausgegeben von der HOSI Linz, die erste Nummer unseres heutigen PRIDE. Damals noch unter dem Namen HOSI-Info, war es aus dem Wunsch heraus entstanden, nach der Verselbstständigung der Zeitschrift BlickWechsel wieder ein Sprachrohr und Informationsmedium für den Verein zu haben. Der damals gewählte Titel knüpfte an den einer Vorgängerzeitschrift aus den späten achtziger Jahren an, von der damals vier Ausgaben erschienen sind. Mit der neuerlichen Herausgabe des HOSI-Info begann ein spannender, kreativer Prozess, der 1997 in der Zeitschrift PRIDE und mit der Ausgabe 54/Februar 2000 in der Fusion mit der von den Rosalila PantherInnen in Graz herausgegebenen Rosa-Lila Buschtrommel mündete. Und seither sind zusammen mit dieser Sonderausgabe und der vom Juni 2002 schon wieder 49 Ausgaben erschienen. Insgesamt blicken wir bei diesem Jubiläum eigentlich schon auf 157 kontinuierlich erscheinende Ausgaben zurück, nämlich 46 Ausgaben der Buschtrommel, 62 Ausgaben des HOSI-Info bzw. PRIDE und 49 Ausgaben der gemeinsamen Zeitschrift. Das heißt, seit 16 Jahren gibt es eine Zeitschrift, die mehr als 5000 LeserInnen alle zwei Monate per Post zugestellt bekommen und die in vielen Community-Lokalen zur freien Entnahme ausliegt. PRIDE bzw. das alte HOSI-Info und die Rosa-Lila Buschtrommel hatten vieles gemeinsam. Beide […]
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Nr. 100/Okt. 2007

Hurra! PRIDE ist 100! Und passend zur 100. Ausgabe unseres PRIDE bewegt sie sich doch, die ÖVP – zumindest ein bisserl. Im Rahmen ihrer Suche nach neuen Perspektiven hat sie jetzt beschlossen, einer „eingetragenen Partnerschaft“ für lesbische und schwule Paare ihren Segen zu geben. Das könnte man auch fast schon als „Homoehe“ bezeichnen, das tut die sie aber doch nicht, die ÖVP, da sei Gott vor. Weil die Ehe ist immer noch heilig. Für Mann und Frau. Und nur für diese. Eine eingetragene Partnerschaft schafft auch rechtliche Klarheit – von der Unterhaltspflicht über das Sozialversicherungsrecht bis hin zum Erbrecht. Das war längst überfällig und sollte eigentlich selbstverständlich sein – war es aber nicht für die ÖVP. Und jetzt wird sich die ÖVP daran messen lassen müssen, wie sie nach ihrer grundsätzlichen Ankündigung weiter verfährt: ob sie verzögert oder ob sie einer schnellen Umsetzung zustimmt. Und dem spüren wir aus aktuellem Anlass auch schwerpunktmäßig in diese Ausgabe nach (Seite 10 – 13) und beleuchten auch das Problem der Adoption, denn eigentlich fordern alle Organisationen der Bewegung auch das Recht auf Adoption ein (Seite 14 -16). Tja, und auch passend zur 100. Ausgabe feiert auch ein Porno einen runden Hunderter: Vor 100 […]
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Nr. 99/Aug. 2007

Liebe LeserInnen! Der Sommer ist da und ebenso heiß wie das diesjährige Wetter ist auch unsere neueste PRIDE-Ausgabe. Und weil wie jedes Jahr im Sommer eine Parade die nächste jagt, haben wir uns auch dieses Jahr wieder diesem Thema mit einer Reihe von Fotos und Kurzbeiträgen angenommen (Seite 44 bis 48). Heiß und topaktuell sind auch die Informationen über die derzeitigen Bemühungen um eine Änderung des Familienrechts (Seite 10) – es wäre ja schon so etwas von höchst an der Zeit! Na ja, wir werden ja sehen, was da rauskommt. Passend dazu reißen wir in dieser Ausgabe auch einmal kurz das Thema Adoption an (Seite 22 bis 24) – ein Thema, das uns in der nächsten Zeit sicher noch öfter beschäftigen wird. Und natürlich gibt es wieder viel Kultur und Szeneberichterstattung in dieser Ausgabe. Und zum Drüberstreuen verlosen wir unter unseren LeserInnen diesmal zwei handsignierte CDs „gut so“ von „jetzt anders!“ u. a. mit unserem Coverboy Tom vom Dezember 2006 (Seite 61). Also schnell an der Verlosung teilnehmen (>> Online-Verlosung).Und damit wünschen wir allen LeserInnen viel Spaß mit dieser Ausgabe – wir bereiten einstweilen schon die Jubiläumsausgabe vor – ja, ja PRIDE wird schon 100! –, für die wir einiges […]
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AUSGABE NR. 98/Jun. 2007

Liebe LeserInnen! Nach diesem überaus warmen und gleichstellungsbewegten Frühjahr verspricht der Sommer etwas milder und politisch ruhiger zu werden. Dennoch ist so manches in Bewegung – so zum Beispiel werden zum Christopher-Street-Day (CSD) Ende Juni in Linz die Kräne und Bagger auffahren und mit dem Bau des neuen Vereinszentrums für die HOSI Linz beginnen. PRIDE wird darüber natürlich berichten und wie das neue Linzer Lesben- und Schwulenzentrum aussehen soll, seht Ihr am Cover. Mehr dazu aber auf den Seiten 10 bis 14, die sich passend zum CSD auch mit anderen Jubiläen der Bewegung auseinander setzen. Aber auch die Entwicklung der letzten Wochen in der Frage der Gleichstellung von PartnerInnenschaften bleibt natürlich nicht unerwähnt – eine Zusammenschau und ein exklusiver internationaler Vergleich finden sich auf den Seiten 16 bis 21. Aber natürlich auch kulturell bieten wir diesmal wieder eine bunte Vielfalt an Themen. Erwähnen will ich dabei vor allem die Ausstellungen über Frida Kahlo (S. 56 bis 57) und Marlene Dietrich (S. 55) – topaktuell und ein heißer Tipp für alle Kulturinteressierten, falls der Sommer mal doch ein wenig auslassen sollte. Und in Zusammenarbeit mit der AIDS-Hilfe Wien liegt dieser Ausgabe im Postversand auch ein Fragebogen bei, der erheben soll, wie […]
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AUSGABE NR. 97/Apr. 2007

Liebe LeserInnen! Das Jahr schreitet voran und ein putziges Osterhäschen hat die zweite PRIDE-Ausgabe in diesem Jahr im Körbchen. Und die ist wieder randvoll mit interessanten Artikeln und Berichten aus Politik, Kultur und Community. So haben wir die Premiere des Stückes „La Cage aux Folles“ im Linzer Landestheater zum Anlass genommen, mit Regisseur Karl M. Sibelius über seine Inszenierung, das Theater im Allgemeinen, das Kulturhauptstadtjahr 2009 und die Adoption seiner Tochter zu sprechen (Seite 56-58). Ansonsten haben wir jede Menge neue Filme und interessante Film-Festivals, über die wir berichten (Seite 51-55), aber auch wieder einige interessante gesellschaftliche Beiträge (Seite 45-49). Homosexuellenfeindliche Rülpser von Vertretern der katholischen, aber auch der evangelischen Kirche und die Tatsache, dass es dem Vatikan gelungen ist, das geplante Gesetz zur Eingetragenen PartnerInnenschaft in Italien zu Fall zu bringen, haben aus der Berichterstattung darüber unplanmäßig fast zu einem kleinen Schwerpunkt geführt (Seite 19 -22). Aber auch mit der Idee der ÖVP-Ministerin Kodolsky, den NotarInnen ein Zusatzgeschäft mit Lesben und Schwulen zu verschaffen, setzen wir uns in dieser Ausgabe auseinander. Und natürlich gibt es wieder jede Menge Fotos von den verschiedensten Veranstaltungen der letzten Wochen. Da sagen wir jetzt gleich einmal Danke zu unserem putzigen Osterhäschen und wünschen […]
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Nr. 96/Feb. 2007

Liebe LeserInnen! Wenn Ihr diese erste Ausgabe im Jahr 2007 in Händen haltet, sind wir ein Stück gescheiter geworden. Die Sozialdemokratie hat nach sechs Jahren den Kanzlersessel wieder zurück erobert. Bloß ist auf diesem Sessel jetzt halt kein Platz mehr für die Anliegen der Lesben und Schwulen. Soviel zum Thema Wahlversprechen. Wir spüren auf den Seiten 10 bis 13 den Hintergründen nach und versuchen herauszufinden, wie es weitergehen wird. Daneben widmen wir die Titelgeschichte diesmal einer außergewöhnlichen Frau und einer der wohl wichtigsten Zeitschriften im deutschen Sprachraum: Alice Schwarzer und Emma, denn die ist gerade 30 geworden (Seiten 23-25). Apropos Titelgeschichte: Wir gratulieren natürlich dem Coverboy der Dezemberausgabe, Tom Neuwirth zu seinem sensationellen zweiten Platz in der dritten Staffel von Starmania. Wir wünschen ihm jetzt eine erfolgreiche Karriere im Showbiz und werden seinen 30-er sicher auch entsprechend zelebrieren – auch wenn bis dahin noch ein schönes Stückchen Zeit bleibt. Und was gibt es sonst noch in dieser Ausgabe? Ganz viel Kultur findet Ihr auf den Seiten 49 bis 60 und wer wissen will, was wo wann gewesen ist und vor allem wer dort war, die oder der ist im Szeneteil von 26 bis 44 gut aufgehoben. Tja und das war […]
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Nr. 95/Dez. 2006

Liebe LeserInnen! In dieser letzten Ausgabe des PRIDE in diesem Jahr haben wir wieder ganz spezielle Beiträge zusammengetragen: In der Coverstory haben wir bei Starmania-Bewerber Tom Neuwirth nachgefragt, wie er seine Situation nach seinem Coming Out als Schwuler erlebt. Wir wollen damit nicht so sehr auf das Phänomen Starmania eingehen, sondern zeigen, dass im Jahr 2006 auch in Österreich und auch mit dem ORF ein anderes, selbstbestimmtes Lebensgefühl möglich ist und gelebt werden kann. (Seite 52 – 54) Wer eher an musikalisch ruhigeren Gebieten Interesse hat, darf sich auf ein Interview mit Rebekka Bakken auf Seite 56 – 58 freuen. Wir verlosen auch zwei signierte Promo-Hefte mit der aktuellen CD „I keep my cool“. >> Zur Verlosung Wie weit reales Leben und die momentane politische Realität auseinander liegen können wird auch in zwei Beiträgen dieser Ausgabe deutlich: Durch einen kritischen Blick auf die Entwicklung nach der Nationalratswahl (Seite 10 – 11) und durch erste Auswertungen der österreichweiten Befragung von Lesben und Schwulen über deren Lebenslagen (Seite 47 – 48). Selbstverständlich berichten wir auch über die ganze Bandbreite an Festen, Aktivitäten und Jubiläen im lokalen Szeneteil auf den Seiten 26 – 45. Wir wünschen allen unseren LeserInnen, InserentInnen und SpenderInnen noch angenehme […]
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Nr. 94/Okt. 2006

Liebe LeserInnen! Am Anfang war die Lüge „Wenn wir Dritter werden, gehen wir in Opposition!“ und am Ende steht eine lange Liste von Lügen und gebrochenen Versprechen. Sind die Pensionen sicher? Nein. Ist die Qualität des Bildungssystems nach der Einführung der Studiengebühren gestiegen? Nein. Das sind nur zwei Beispiele, warum diese schwarz-bunte-Lügen-Koalition abgewirtschaftet hat, doch die Liste wäre gewiss länger, als ich Platz für dieses Editorial habe. Und wir Lesben, Schwule und TransGender haben schon gar nichts zu lachen gehabt. Alles was erreicht wurde seit 2000 ist entweder dem EuGH, der Europäischen Kommission oder den hiesigen Höchstgerichten (Stichwort § 209 StGB) zu verdanken, aber sicher nicht dem politischen Willen dieser Regierung und ihrer parlamentarischen Gefolgsleute. Statt Gleichstellung, wie sonst in Europa üblich, dürfen wir uns anhören, dass es hierzulande (vermutlich Dank der ÖVP-Regierung) ohnehin keine Diskriminierung mehr gäbe – schon wieder eine Lüge, denn das sollte eine ausgebildete Juristin (und das ist die ÖVP-Justizsprecherin) wohl besser wissen. Also, was bleibt ist beschämend: Nach sechs Jahren ÖVP-geführter Regierung leben wir in einem Land, in dem die Reichen immer reicher werden, der Sozialstaat für die steigende Zahl der Bedürftigen immer weniger übrig hat, die Zerschlagung des solidarischen Gesellschaftsmodell zum Regierungsprogramm verkommen ist […]
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Nr. 93/Aug. 2006

Liebe LeserInnen! Wenn es nach langen Monaten mit arktischer Kälte für ein paar kurze Wochen tropisch heiß wird, nennt man/frau das Sommer und es wird Zeit an den Urlaub zu denken. PRIDE schaut sich die Urlaubsgewohnheiten von Lesben und Schwulen daher diesmal etwas näher an (Seite 54 – 58) und hat auch zur Recherche Dame Edith zusammen mit ihrer anatolischen Zugehfrau in die Türkei geschickt. Leider ist sie bis Redaktionsschluss noch nicht wieder zurückgekehrt, weswegen die beliebte Kochecke diesmal ausfallen muss. Die Redaktion hat bereits den Krisenstab im Außenministerium eingeschaltet und wird bei Gelegenheit wieder darüber berichten. Ansonsten steht diesmal ganz das neue Linzer HOSI-Zentrum im Mittelpunkt (Seite 10 – 12). Immerhin geschieht es zum ersten Mal in Österreich, dass eine Stadt einem lesBiSchwulen Verein ein Haus völlig neu errichtet. Weil es aber ansonsten nicht ganz so fortschrittlich zugeht in Österreich, ist das leidige Thema ÖVP ebenfalls wieder auf der Tagesordnung dieser Ausgabe (Seite 18 – 19). Und natürlich gibt es wieder jede Menge Fotos von den verschiedenen Community-Festen (Seite 26 – 43), die in diesen kurzen Sommer gewiss für heiße Stimmung sorgten, und der Regenbogenparade (Seite 44 – 45). Ja dann wünsche ich allen LeserInnen noch einen erholsamen Urlaub […]
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Nr. 92/Juni 2006

Liebe LeserInnen! Der Sommer steht ganz im Zeichen von CSD Aktivitäten – in Österreich mit der Regenbogenparade am 1. Juli. Anlass genug, die Situation von Lesben und Schwule und das scheinbar veränderte Verhältnis zu Coming Out und Going Public kritisch zu hinterfragen (S. 12 – 18). Daher haben wir auch das geplante Mahnmal für die homosexuellen NS-Opfer als Covermotiv gewählt – denn erstmals wird die Existenz von Lesben und Schwule in Österreich 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr sichtbar sein. Über die zahlreichen Szene-Aktivitäten finden sich Berichte von Jubiläen und Geburtstagen im Lokalteil (S. 28 – 44). Und für die hoffentlich sonnigen Urlaubstage verlosen wir auch noch zwei Debüt-CDs der jungen österreichischen Musikerin Clara Luzia (S. 57 – 59). Im Sinne des heurigen Paradenmottos „Come together – come out!“ wünscht die Redaktion schöne und aktive Sommertage. Mit bewegten Grüßen Gerhard Niederleuthner >> GewinnerInnen Wir gratulieren den GewinnerInnen der letzten Verlosung: je zwei Karten für das Konzert von Rosenstolz im Gasometer in Wien (Claudia E., Reichersberg und Thomas R., Polling), ein signiertes Tourplakat (Gregor W., Wien) und eine Autogramm­karte (Peter R., Schladming).
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Nr. 91/April 2006

Liebe LeserInnen! Nach diesem schon fast unendlich langen Winter schaut es derzeit doch noch nach Frühling aus. Und damit ist es wieder Zeit für eine neue Ausgabe des PRIDE mit einer bunten Palette von Themen. So berichten wir diesmal über die mühevollen Verrenkungen der schwarz-bunten Bundesregierung, doch keine Gleichstellung von PartnerInnenschaft beschließen zu müssen (Seite 9), während Tschechien uns dabei schon überrundet hat (Seite 22-23). Das Wesen der Tunte wurde vom Österreichischen Patentamt mittlerweile ausgiebig erforscht (Seite 14), hingegen wird Barbara Gerold dem Wesen der TransGender-Personen für PRIDE ab dieser Ausgabe exklusiv nachspüren (Seite 24-25). Natürlich steht der Grazer Tuntenball diesmal ganz im Zentrum der Szeneberichterstattung (Seite 30-31), aber auch von anderen Faschingsevents in den verschiedensten Community-Lokalen bringen wir brandheiße Fotos. Im Kulturteil stehen diesmal Sarah Bettens (Seite 57 – 2×2 Karten gewinnen! >> Zur Verlosung) und Skin (Seite 56) im Mittelpunkt, aber auch ein Interview mit Peter Plate von Rosenstolz (Seite 44-46), deren Single „Ich bin ich“ seit Wochen auf Platz vier der deutschen Charts ist (Für das Konzert in Wien verlosen wir 2 x 2 Karten! >> Zur Verlosung). Und natürlich kommt auch die diesjährige Oscar-Verleihung nicht zu kurz – immerhin „Brokeback Mountain“ hat ja drei der begehrten Auszeichnungen bekommen […]
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Nr. 90/Februar 2006

Liebe LeserInnen! Das Jahr 2006 fängt gleich einmal ziemlich unterschiedlich an: Schwule Cowboys haben gute Chancen in Hollywood (Seiten 48-50), Bischof Schwarz hat eigenartige Vorstellung von Schwulen und von Kleptomanie (Seiten12-13), in Salzburg gibt es endlich auch ein Gleichbehandlungsgesetz (Seiten 18-19) und Kärnten ist um eine lesbisch/schwule Organisation ärmer (Seiten 16-17). Wir berichten aber natürlich auch wieder ausführlich über die buntesten und schrägsten Feste, zum Beispiel den Regenbogenball in Wien, den Grazer Tuntenball und natürlich über zahlreiche Events der Szene (Seiten 28–43), werfen einen Blick auf das Freizeitverhalten on Schwulen (Seiten 14-15) und spannende Neuerscheinungen von CDs und Büchern. Exklusiv in Österreich organisiert PRIDE für Freitag den 03.03.2006 im Linzer Ars Electronica Center die Rosenstolz Pre-Listeningparty, bei der viele tolle Preise verlost werden und das brandneue Album „Das große Leben“ erstmals in Österreich zu hören sein wird. Aber auch mit dieser PRIDEAusgabe können unsere LeserInnen wieder etwas gewinnen: Wir verlosen drei CDs mit dem Original-Soundtrack von „Brokeback Mountain“ (mehr dazu auf Seite 49!). Apropos gewinnen: Wir gratulieren den GewinnerInnen der CD „Greatest Hits“ von Melissa Etheridge, die in der letzten PRIDE Ausgabe verlost wurden: Peter T. (Schwanenstadt), Barbara K. (Graz) und Sabina T. (Pischelsdorf). Und ansonsten: PRIDE lesen ist immer […]
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Nr. 89 /Dezember 2005

Liebe LeserInnen! Wür die letzte PRIDE-Ausgabe in diesem Jahr haben wir wieder sehr unterschiedliche Beiträge zusammengetragen und wünschen damit unseren LeserInnen viel Spaß. In den letzten Wochen gab es viel zu feiern: Die HOSI Salzburg zelebriert ihr 25-jähriges Jubiläum mit einem breit gestreuten Programm (Siehe dazu S. 32/33), die RosaLila Panther­Innen – Mitherausgeberin des PRIDE – haben ein neues Zentrum. Fotoimpressionen von der Eröffnung ihres neuen „feel free“ auf Seite 30/31. Und die HOSI Linz lud Anfang Oktober zum jährlichen Fest „Queer Planet“ ins Palais Kaufmännischer Verein mit der Verleihung des G.A.L.A. 2005 an den Münchner Historiker Albert Knoll (Siehe Fotobericht auf S. 38/39). Politisch hat sich natürlich auch Einiges getan, seien es die Wahlen in der Steiermark und Wien und ihre Auswirkungen auf die lesbisch/schwule Community (S. 10), oder die Gründung der SoHo OÖ (S. 12/ 13), um jetzt einmal positive Ereignisse zu erwähnen. Und weil sowieso alle im Dezember mit diversen besinnlichen Dingen beschäftigt sind, widmen wir unsere Coverstory einem ganz anderen Thema: Die spannende und lustvolle Kulturgeschichte des Vampirismus aus lesbisch/schwuler Sicht. (S. 48 – 51) Und für Alle, die dann doch ein bisschen etwas Entspannendes wollen, verlosen wir drei „Greatest Hits“-CDs von Melissa Etheridge auf Seite […]
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Nr. 88/Oktober 2005

Liebe LeserInnen! Wie man/frau schon am Umschlag sieht, stehen wieder einmal Wahlen an. In Wien, dem Burgenland und der Steiermark ist die Operation „Roter Oktober“ angesagt – wenn man den Umfragen glauben schenken darf, kann die SPÖ in Wien und im Burgenland diesmal ihre Mehrheit weiter ausbauen, und in der Steiermark könnte es in Kürze sogar einen weiteren SPÖ-Landeshauptmann geben – der wahrscheinlich tiefe Fall der ÖVP Steiermark erzeugt etwas Wehmut, ist sie sie doch die aufgeschlossenste und modernste Landespartei. Von der steiermärkischen ÖVP ist immerhin voriges Jahr die Debatte über die Gleichstellung von Lebensgemeinschaften ausgegangen und hat sich im ÖVP-Bundesapparat totgelaufen (mehr dazu auf Seite 20). Und was den Parteien im Wahlkampf zur Lesben- und Schwulenpolitik so alles eingefallen ist, darüber gibt es mehr auf Seite 22-23. Ebenfalls schon am Umschlag ist die diesmalige Titelgeschichte zu sehen: „Schwule in der Schule“ – unser Beitrag zum Schulanfang. Zwei junge Linzer Schüler erzählen, wie es so ist, wenn man als Schwuler in der Klasse sitzt. Sie berichten von ihren Ängsten und ihrem Coming Out und wie es ihnen gelingt, sich zu integrieren. Die Probleme, die Bildungsministerin Gehrer mit Schwulen (und natürlich auch Lesben) hat, und warum diese, wie sie meint, zum […]
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Nr. 87 /August 2005

Liebe LeserInnen! Im Sommer spielt sich vieles im Freien ab, ob bei Veranstaltungen rund um den Chris- topher-Street-Day wie der Regenbogenparade (S. 36 – 37) oder dem gut besuchten Straßenfest In[n]love 2005 in Innsbruck (S. 38). PRIDE berichtet natürlich darüber und über einiges andere aus der lesbisch/schwulen Szene. Ein Höhepunkt steht aber noch bevor auf den wir hier gerne hinweisen: Am 18. August findet zum 2. Mal das Regenbogen-Event „Sommernightdreams“ im Grazer Schwarzl-Freizeitzentrum statt (S. 25). Aber auch traditionsreiche Festivals wie die Salzburger Festspiele überraschen mit innovativen Besetzungen, unter anderem mit Ulrike Folkerts als neuer „weiblicher“ Tod im Jedermann. Die als Tatort-Kommissarin bereits vielerorts bekannte Schauspielerin dürfte aber auch sonst unseren weiblichen Leserinnen keine unbekannte sein, aber mehr dazu auf S. 40 – 41. Und wenn schon der Sommer heuer wettermäßig nicht so besonders ist, wollen wir unseren LeserInnen wenigstens im PRIDE ein besonderes Highlight anbieten: Für alle drei Österreich-Konzerte der Folk-Rocksängerin Sarah Bettens verlosen wir jeweils zwei Backstage-Karten inklusive persönlichem kennen lernen der Sängerin. Infos zu den Konzerten und zur Verlosung auf S. 42. Über empörte Burschenschafter, den konservativen Aufbruch ins Mittelalter und über andere innen- und außenpolitische Ereignisse berichten wir natürlich auch ausführlich im Österreichteil. Ein spannendes und […]
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Nr. 86/Juni 2005

Liebe LeserInnen! Mit dem neuen Papst haben sich die alten Vorurteile und Diskriminierungen nun auch auf dem Stuhl Petri etabliert. Uns freut das sogar irgendwie, marginalisiert sich diese Kirche dadurch nur weiter. Was unseren RedakteurInnen zum Thema Benedikt XVI. alles auf- und eingefallen ist, gibt es exklusiv auf Seite 20 – 22. Doch nicht nur die Kirche überrascht durch eigenwillige Kapriolen, nein auch die ÖVP. Die Gleichstellung der Partner­Innenschaften will sie nicht, den teilweisen Abbau von diskriminierenden Bestimmungen schon. Zumindest im Herbst letzten Jahres. Jetzt will sie wieder nicht mehr. Dafür wollte sie noch im März immer noch nicht der Anerkennung homosexueller KZ-Opfer im Opferfürsorgegesetz zustimmen um jetzt, Mitte Mai, dann doch genau das plötzlich im Nationalrat zu beantragen. Da soll sich noch wer auskennen. Nun wir haben natürlich nichts dagegen und berichten sogar über diese eigenartigen Balanceakte auf dem Hochseil der Innenpolitik. Alles darüber und über ein Symposium, das sich Anfang Mai auch dem Thema Lesben- und Schwulenverfolgung durch das NS-Regime gewidmet hat, gibt es auf Seite 10 – 13. Und wenn wir schon bei PartnerInnenschaften und Kirche sind: auf Seite 24 – 25 gibt es eine kurze Zusammenfassung der Gesetzesinitiative in Spanien, die die Ehe für Lesben und […]
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Nr. 85 /Apr. 2005

Liebe LeserInnen! Der schon nicht mehr enden wollende Winter ist – endlich – zu Ende und mit dem aufkommenden Frühling ist es auch wieder Zeit für eine neue PRIDE-Ausgabe. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf den Erfahrungen von jungen Lesben und Schwulen mit Internet und Chatrooms (S. 46 – 51). Immerhin ist das ja eine in den letzten Jahren immer wichtigere Methode geworden, jemanden kennen zu lernen bzw. auch sich Informationen zum Coming Out zu besorgen. In unserer Titelgeschichte bringen wir diesmal ein Interview mit Edith Schmied, der neuen Linzer Gemeinderätin, die ja nun die zweite offen lebende lesbische Politikerin Österreichs ist (Seite 16 – 19). Auch die neue SPÖ-Initiative zu einem PartnerInnenschaftsgesetz (Seite 9 – 11) werden wir uns in dieser Ausgabe näher in Augenschein nehmen. Vom diesjährigen Wintermeeting der Jungen HOSI Linz, aber auch vom diesjährigen Tuntenball gibt es darüber hinaus Fotoreportagen – als kleine Erinnerung für die, die dabei waren und als Anregung für all jene, die heuer nicht dabei sein konnten. Nächstes Jahr gibt es sicher wieder Gelegenheit dazu. Und weil der Frühling bekanntlich nicht nur die Bäume und Blumen austreiben läßt, sondern auch die eine oder andere Idee, haben wir uns auch beim Layout die eine […]
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Nr. 84 /Feb. 2005

Wenn diese Ausgabe erscheint, ist der heuer kurze Fasching schon vorüber und auch die ersten Veranstaltungen zum diesjährigen Gedenkjahr. 60 Jahre Zweite Republik, 50 Jahre Staatsvertrag und 10 Jahre EU-Mitgliedschaft: Diese Jubiläen werden wir heuer – amtlich verordnet – noch zur Genüge zelebrieren dürfen. Daher wird auch PRIDE in diesem Jahr noch ein weiteres Jubiläum hinzufügen, das die Bundesregierung nicht so gerne zelebrieren dürfte, nämlich 60 Jahre Lesben- und Schwulendiskriminierung. Und dass damit noch immer nicht Schluss ist, zeigte nicht nur die im Sande verlaufene Debatte um die Gleichstellung der Lebensgemeinschaften im letzten Jahr, sondern auch der Versuch, Lesben- und Schwulendiskriminierung klammheimlich in die Verfassung zu heben. Zumindest lässt der Entwurf des Konventspräsidenten Fiedler diesen Schluss zu – wir berichten auf Seite 10 und 11. Schwerpunktmäßig dreht es sich in dieser Ausgabe aber um Pornografie – dazu haben wir einige Beiträge gesammelt, die ihr auf den Seiten 41 bis 45 lesen könnt. Daneben richten wir unser Augenmerk in dieser Ausgabe auch auf den Mord des Münchner Modezaren Rudolph Moshammer (Seite 24), und auch eine kurze Würdigung der US-Schriftstellerin und Essayistin Susan Sontag, Lebensgefährtin der Fotografin Annie Leibovitz, die zum Jahresende 2004 verstorben ist, gibt es in dieser Ausgabe (Seite 55). […]
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Nr. 83 /Dez. 2004

Mit dieser 83. Ausgabe unserer Zeitschrift beenden wir auch ein recht spannendes Jahr. Denken wir nur einmal an die Diskussion um die Gleichstellung von PartnerInnenschaften oder die Affäre „Bruderkuss“, die unserem Lieblingsbischof und mehrfachen Grottenolm-Preisträger Kurt Krenn Amt und Würde gekostet hat. Zumindest in der PartnerInnenschaftsfrage hat sich auch seit letzten Ausgabe einiges getan, unter anderem der Parteitagsbeschluss der SPÖ, über den wir natürlich auf Seite 18-19 ausführlich berichten. Dass Europas erster Gedenkstein für die lesbischen und schwulen KZ-Opfer 20 Jahre alt geworden ist, ist uns auf der Seite 13 natürlich ebenfalls einen Bericht wert. Und natürlich gibt es wieder ganz viele Fotos über die großen Feste dieses Herbstes, nämlich der größten lesbisch-schwulen Veranstaltung zwischen Wien und München, dem queer planet 04 in Linz und das 25-jährige Jubiläum der HOSI Tirol. Beides waren Events der Superlative – aber schaut Euch das doch einfach selbst an: Seite 38-39 und Seite 45-47. Und weil sich das Jahr dem Ende zuneigt verlosen wir auch diesmal wieder ein paar tolle Dinge unter unseren LeserInnen. Auf Seite 58-59 gibt es 3 Frauenkalender und 3 Männerbücher zu gewinnen: einfach Kupon ausfüllen und einsenden – die ersten drei EinsenderInnen bekommen dann umgehend diese schönen Kalender, bzw. Bücher […]
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Nr. 82 /Okt. 2004

Nach den intensiven Diskussionen über lesbisch/ schwule PartnerInnenschaften in den Sommermonaten war für die Redaktion klar, dass wir dieses Thema auch ausführlich behandeln wollen. Daher ist der Großteil des Österreichteils in dieser Ausgabe diesem Thema gewidmet, dessen sich die ÖVP in gewöhnter Manier wieder schnell entledigen wollte. Mehr dazu aber auf den Seiten 09 bis 23. Dass wer 20 Jahre schwer gearbeitet und gekämpft hat, auch einmal feiern muss, zeigt die HOSI Tirol, die nämlich in diesem Herbst ihr 20-jähriges Jubiläum feiert. Ein ausführlicher Rückblick auf 20 bewegte Jahre im heiligen Land Tirol finden sich auf den Seiten 44 bis 47. Und die Redaktion gratuliert natürlich herzlich! Über viele Feste, Eröffnungen und Neuerungen in der Steiermark und in Oberösterreich berichten wir wieder mit vielen Fotos im Lokalteil. Und für alle an Kultur Interessierte stellen wir auf den Seiten 62 bis 65 den neuen Film „Sommersturm“ vor. Wer aber mehr von Rosenstolz hören will, die zum Film den Titelsong liefern, kann 1 x 2 Karten für das Wienkonzert am 11.11.2004 gewinnen. Einfach unsere Rätselfrage beantworten und mit PRIDE gewinnen. Abschließend wollen wir an dieser Stelle mit Isolde Messerklinger eine neue Mitarbeiterin ganz herzlich im Team begrüßen, die für einen wesentlichen Teil […]
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Nr. 81 /Aug. 2004

Auch wenn der Sommer heuer nicht richtig in Schwung kommen will und man/frau dieses Jahr weite Fernreisen buchen muss, will man etwas sommerliche Temperaturen genießen, so ist doch heuer eines so wie jedes Jahr: das mediale Sommerloch, das gefüllt werden will. Und wie beinahe in jedem Jahr, ist auch heuer wieder Homosexualität das Thema dieses Sommerlochs. Und zwar das homosexuelle Treiben im Priesterseminar in St. Pölten. Dass der eigentliche Skandal weniger in den gleichgeschlechtlichen (alles andere wäre in einem katholischen Seminar ja kaum möglich) Zärtlichkeiten liegt, sondern in der kinderpornografischen Neigung einzelner angehender Priester, geht im Medienhype beinahe unter, zumal die ganze Angelegenheit ausgerechnet Bischof Kurt Krenn am falschen Fuß erwischt hat. Jedenfalls kann sich naturgemäß auch PRIDE dem Aufreger dieses Sommers nicht ganz entziehen und wirft ein Auge auf die Vorgänge in der Katholischen Kirche – zu lesen auf Seiten 09–11. Aber auch mit den Antidiskriminierungsgesetzen in einzelnen Bundesländern beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe (Seite 12–13 und 34) und – wie am Cover schon angekündigt – mit dem immer öfter artikulierten Kinderwunsch lesbischer Paare (Seite 19). Und natürlich findet sich in dieser Ausgabe das Ergebnis unserer Umfrage nach den besten zehn lesbisch/schwulen Filmen (Seite 62–67). Wir danken den […]
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Nr. 80/Juni 2004

Mit dieser Ausgabe haltet Ihr die erste PRIDE-Nummer in Händen, die in der neuen, größeren EU erscheint. So begrüßenswert die Erweiterung der Union um 10 neue Mitgliedsländer ist, es bleibt jedenfalls zu hoffen, dass auch die Strukturen der Union entsprechend mitwachsen. Aber vielleicht können wir in der nächsten Ausgabe ja schon über die neue Verfassung schreiben. Zuvor aber stehen noch die Wahlen zum Europäischen Parlament am Programm: Also, nicht vergessen – am 13. Juni wählen gehen. Es ist ja schließlich auch unser Parlament. Mehr dazu könnt Ihr jedenfalls auf den Seiten 9 und 10 lesen. Und um nochmals auf die EU-Erweiterung zurück zu kommen: auf Seite 40 gibt es auch einen Fotobericht über die Party, die die HOSI Linz für ihre tschechische Schwesterorganisation Lambda Budweis in Linz gegeben hat. Die Europareife Österreichs steht dann auch noch bei unserem Bericht über die Bemühungen der einzelnen Bundesländer zur Umsetzung der Antidiskriminierungsrichtlinie der EU auf dem Prüfstand. Eine erste Zwischenbilanz ziehen wir nämlich auf Seite 12 – 13. Und zusammen mit der Buchhandlung Löwenherz laden wir diesmal auch alle unsere LeserInnen ein, uns zu schreiben, welche ihre zehn Lieblings-Kinofilme sind. Schwul-lesbisches Kino sozusagen aus dem ganz persönlichen Blickwinkel. Das Ergebnis soll dann in […]
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Nr. 79/Apr. 2004

Die aktuelle Ausgabe steht diesmal ganz im Zeichen des am 1. Mai stattfindenden Beitritts zehn neuer Länder zu Europäischen Union. Wir haben uns daher bei den vier beitretenden Nachbarländern Slowenien, Ungarn, Slowakei und Tschechien umgehört und VertreterInnen lokaler Organisationen um einen Beitrag gebeten. Welche Hoffnungen die Lesben und Schwulen dieser Länder mit dem EU-Beitritt verbinden, kann man/frau auf den Seiten 20 bis 24 lesen. Ein Schwerpunkt ist auch wieder einmal das Thema PartnerInnenschaften, dem wir uns auf den Seiten 51 bis 59 zu nähern versuchen. Und natürlich finden wir auch diesmal keine endgültigen Antworten auf die vielen in diesem Zusammenhang auftretenden Fragen, sondern wieder nur neue Denkanstöße. Das Thema wird uns also sicher noch öfter begegnen. Die beiden aussichtsreichsten KandidatInnen im Rennen um die Hofburg, Dr. Heinz Fischer und Außenministerin Benita Ferrero-Waldner, haben sich in dieser Ausgabe ebenfalls den Fragen der PRIDE-Redaktion gestellt. Wer also wissen will, wie die/der zukünftige BundespräsidentIn zu den lesbischen und schwulen BürgerInnen Österreichs steht, die/der hat auf den Seiten 10 bis 13 dazu Gelegenheit. Und damit unser PRIDE nicht ganz so politisch wird, gibt es auch ein Exklusiv-Interview mit Peter Plate, dem schwulen Teil des Duos „Rosenstolz“ auf den Seiten 66 und 67. Und natürlich […]
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Nr. 78/Feb. 2004

Mit großer Freude wollen wir diesmal die neue Ausgabe dem bekannten Pop-Duo „Rosenstolz“ widmen. Seit 13 Jahren begeistern die beiden eine immer größer werdende Fangemeinde – und zwar nicht nur von Lesben und Schwulen! Das geplante Wien-Konzert der beiden Pop-Ikonen ist daher Grund genug für PRIDE, dem Phänomen „Rosenstolz“ nachzuspüren. Auf den Seiten 64 – 66 könnt Ihr daher (fast) alles nachlesen, was Ihr schon immer über „Rosenstolz“ wissen wollt. Und wer dann auch noch unbedingt auf das Konzert im Wiener Planet Music am 28. April gehen will, kann dies womöglich auch mit PRIDE besuchen – wir verlosen zwei mal zwei Karten unter unseren LeserInnen! Mehr dazu auf Seite 66. Aber auch sonst geht es lustig weiter in dieser PRIDE-Ausgabe. Zum Beispiel mit putzigen Sprüchen unsere Außenministerin und Präsidentschaftskandidatin. Oder mit den dummen Meldungen des Grazer Bürgermeister Nagls. Da sieht man wenigstens wieder, was ein Bericht im PRIDE alles auslösen kann. Tja, und gemeinsam mit der HOSI Salzburg haben wir auch den SpitzenkandidatInnen zur Salzburger Landtags- und Gemeinderatswahl auf den lesben- und schwulenpolitischen Zahn gefühlt. Das Ergebnis der Umfrage könnt Ihr dann auf Seite 46 – 50 lesen. Da hat es uns die politische Elite Kärntens schon schwerer gemacht, oder […]
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