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PRIDE Nr. 150/Februar


Rückschritt

Vor 20 Jahren verstieg sich der Linzer Gemeinderat Horst Six (FPÖ) zu Aussagen wie „der Fortbestand der Menschheit und des Pensionssystems werde durch Homosexuelle gefährdet“, 20 Jahre später hat Gemeinderat Markus Hein – ebenfalls FPÖ – Angst vor Ampelpärchen und macht sich Sorgen, wenn sämtlichen Menschen im Straßenverkehr so viel „Gender-Ideologie“-Propaganda ausgesetzt werden. ÖVP-Hard­liner Andreas Khol war immer maßgeblich am Verhindern seiner Partei bei allen Gesetzen, die Homosexuelle betreffen, beteiligt und wird jetzt von dieser Partei in den BundespräsidentInnenwahlkampf geschickt. Es gibt Zeiten da finden Déjà-vus im Tagestakt statt.

Immer wird mit dem gleichen, falschen Argument von Privatheit argumentiert. Immer wieder wird auf scheinbar wichtigere Probleme hingewiesen. Immer wieder werden symbolische Zeichen und reale Probleme gegeneinander ausgespielt. Wie soll sich aber ein lesbischer oder schwuler Flüchtling willkommen fühlen, der aus Todesangst auf der Flucht ist, wenn nicht einmal ein so einfaches Zeichen wie ein Ampelpärchen ihm signalisiert: „Vielfalt statt Einfalt. Bei uns bist du sicher und geborgen.”

Es gibt Momente, da schäme ich mich für Österreich. Und es wird nicht besser.

Gerhard Niederleuthner

P.S.: Und nicht vergessen: Über eine kleine Spende freuen wir uns natürlich ganz besonders

Spendenkonto:
UniCredit Bank Austria AG, BLZ 12 000, Konto-Nr: 04925603500;
IBAN: AT69 1100 0049 2560 3500, BIC: BKAUATWW
Kennwort: PRIDE

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