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143 – In eigener Sache


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PRIDE ab April 2015 als Abo-Magazin

„Weil Information nichts kosten darf!” – Dieser Slogan begleitet PRIDE seit seinen Anfängen. Und seit der ersten Ausgabe im Jahr 1991 wurde daher PRIDE an alle, die sich dafür interessierten, kostenfrei abgegeben. 23 Jahre nach der Gründung unserer Zeitschrift schaut die Welt nun anders aus. Nicht dass uns die Themen ausgehen würden – die vollständige rechtliche und soziale Gleichstellung von Lesben und Schwulen lässt auch heute noch weiter auf sich warten, bei uns wie anderswo. Es gäbe also noch genug zu berichten und zu hinterfragen, genug, um darüber zu informieren und aufzuklären. Dennoch ist in Zeiten einer anhaltenden Wirtschaftskrise das Spendenaufkommen ebenso rückläufig wie die Einnahmen, die wir durch bezahlte Inserate lukrieren können. Wir haben schon vor etlichen Jahren darauf reagiert und den Seitenumfang – sehr zum Leidwesen unserer AutorInnen, aber auch vieler LeserInnen – deutlich reduziert. Jetzt aber stehen der Herausgeberverein und die dahinterstehenden Organisationen erneut vor schweren Entscheidungen.

Einmaliges Bundesländerprojekt

Vier Trägervereine finanzieren bekanntlich im Hintergrund unsere Zeitschrift: Die Homosexuelle Initiative Linz (HOSI Linz), die Homosexuelle Initiative Tirol (HOSI Tirol), die RosaLila PantherInnen und der Verein Stop Aids. Ein solches Bundesländer und Organisationen übergreifendes Projekt ist bislang einmalig. Ähnliche Versuche in Deutschland sind allesamt gescheitert und nur wenige dieser von Vereinen ehrenamtlich produzierten Magazine existieren heute noch und selbst diese Titel sind längst verkauft und in kommerzielle City-Magazine umgewandelt worden. Im Zeitalter von Internet und Social Media-Plattformen wird der Markt für reine Zeitschriftenprodukte immer kleiner. Solange die finanziellen Ressourcen der Vereine ungeschmälert bleiben, ist dies trotzdem kein allzu großes Problem, sondern nur eine Frage, ob man für ein eigenes Sprachrohr finanzielle Mittel in einer gewissen Höhe in die Hand nehmen will oder nicht.

Bisher kostenlose Verteilung

Den vier Trägervereinen unserer Zeitschrift war diese Informations- und Kommunikationsmöglichkeit mit der Community immer wichtig und notwendig erschienen und haben daher um nicht wenig Geld viele
Jahre lang Kontingente aufgekauft, um die Zeitschrift ihrerseits kostenlos weiter zu
verteilen.

2010 / 2014

Homosexuelle Initiative Linz (HOSI Linz):
13.860,00 / 2.250,00

Homosexuelle Initiative Tirol (HOSI Tirol):
1.504,80 / 1.350,00

RosaLila PantherInnen:
7.735,20 / 8.190,00

Stop Aids:
0 / 4.095,00

Summe 2010 / 2014:
23.100,00 / 15.885,00

Durch die Seitenreduktion konnte bereits einmal der Aufwand, der den Trägervereinen entsteht, um fast ein Drittel gesenkt werden.  Den größten Anteil hat dabei immer die HOSI Linz getragen. Doch seit 2013 bekommt die HOSI Linz von der Stadt keinerlei Förderungen mehr und wurde sogar gezwungen, schriftlich darauf verzichten, Förderungen zu beantragen. In diesen sehr schwierigen letzten beiden Jahren haben es die RosaLila PantherInnen dankenswerter Weise übernommen, für den überwiegenden Teil der von der HOSI Linz eigentlich zu leistenden Zahlungen an den Herausgeberverein aufzukommen. Für 2015 hat der Vorstand der HOSI Linz aufgrund der weiter ausbleibenden Förderungen ebenfalls nicht mehr Geld für das PRIDE zur Verfügung als 2014, und die beiden Trägervereine in der Steiermark sind auch nicht länger fähig, im kommenden Jahr neuerlich Gelder in der Höhe von 12.000,- Euro aufzubringen. Die HOSI Tirol wird zudem mit Jahresende das Zeitschriftenprojekt verlassen.

Direktabo ab April 2015

Also haben die Vorstände der Trägervereine und des Herausgebervereins in den letzten Wochen intensiv über verschiedene Optionen diskutiert. Sowohl die HOSI Linz als auch die RosaLila PantherInnen wollen an diesem Zeitschriftenprojekt festhalten, insbesondere an der Variante Printprodukt. Damit ist das Projekt als Gratiszeitung in der bisherigen Auflagenhöhe nicht weiter aufrecht zu halten. Auch wenn Information nichts kosten sollte, finanziert werden muss eine Zeitschrift trotzdem. Daher sind wir leider gezwungen, ab der Ausgabe 145/April 2015 die Zeitschrift nur noch im Direktabo abzugeben. Das Abo wird 2,50 Euro je Stück betragen, also 15,00 Euro für sechs Aus­gaben im Jahr.

Wir bitten unsere LeserInnen daher, bis 31. März 2015 per E-Mail (redaktion@pride.at), via Website (pride.at) oder Brief (Redaktion PRIDE, Gerstner­straße 13, 4040 Linz) bekanntzugeben, ob sie PRIDE zu den oben genannten Konditionen auch weiterhin beziehen wollen oder nicht.

Wir danken im Voraus für das Verständnis für diese Maßnahme.

Hans-Peter Weingand
Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Information für Lesben, Schwule und TransGender-Personen

Dr. Rainer Bartel
Vereinssprecher der HOSI Linz

Martina Weixler
Vorsitzende der RosaLila PantherInnen

Mag. Kurt Zernig
Vorsitzender von Stop AIDS

P.S.: Und nicht vergessen: Über eine kleine Spende freuen wir uns natürlich ganz besonders

Spendenkonto:
UniCredit Bank Austria AG, BLZ 12 000, Konto-Nr: 04925603500;
IBAN: AT69 1100 0049 2560 3500, BIC: BKAUATWW
Kennwort: PRIDE

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