Nr. 120/Februar 2011

Liebe LeserInnen!

Vom Witz zur verbalen Entgleisung, von einer freien Meinungs­äußerung zu homophoben Ausfällen ist es oft nur ein kurzer Schritt und die Grenzen dazwischen oft nicht so klar festzumachen. Jüngste homophobe Vorfälle in Öster­reich (und auch im Ausland) machen nachdenklich, und daher steht die Titelgeschichte dieser Ausgabe unter diesem Thema. Das ist nicht lustig, das macht keinen Spaß, das ist nicht sexy. Es muss aber darüber gesprochen werden. Das PRIDE-Team hat versucht einige der Themenbereiche aufzuzeigen, auch mit selbstkritischem Blick auf die lesbisch/schwule Community (Seite 12 – 19). Mit dem verstärken und selbstbewussten Auftreten von Lesben und Schwulen wird auch der konservative Gegenwind stärker, daher ist es umso wichtiger, hier auch adäquate Strategien eines selbstbewussten Auftretens zu entwickeln.

Andere spannende Themen wie das Aus für Poppers in Österreich (Seite 47 – 49) und über Barrieren für RollstuhlfahrerInnen (Seite 44 – 45) finden sich genauso, wie aktuelle Berichte aus der Community oder neue spannende schwule Filme im Kino. In diesem Sinne, behalten wir uns unseren Humor, aber widersprechen wir dann auch, wenn es zu Ausgrenzungen und homophoben Überschreitungen kommt.

Gerhard Niederleuthner

PS: Ein herzliches Dankeschön all jenen, die unserem Spendenaufruf in der letzten Ausgabe nachgekommen sind. Die grundsätzliche finanzielle Lage hat sich aber für PRIDE noch nicht geändert. Darum erneuern wir den Spendenaufruf und ersuchen unsere LeserInnen, den dieser Ausgabe wieder beiliegenden Zahlschein auch ausgefüllt auf die Bank zu bringen. Danke im Voraus.

Spendenaufruf!

Bei Drucklegung dieser Ausgabe ist diese Ausgabe noch nicht ausfinanziert. Der durch die Wirtschaftskrise erfolgte Entfall von Werbeeinnahmen konnte noch nicht kompensiert werden, was bedeutet, dass das Weiterbestehen dieser Zeitschrift akut gefährdet ist. Jede Ausgabe kostet rund neun Tausend Euro. Das macht rund 55.000 Euro im Jahr. 25.000 Euro steuern unsere Eigentümervereine jährlich bei, vier
Tausend Euro sind Spenden. Der Rest müsste durch Werbeeinnahmen gedeckt werden, wovon wir weiterhin aber weit entfernt sind. Wir rufen alle unsere LeserInnen daher auf, mit dem beiliegenden Zahlschein eine kleine gute Tat zu verrichten! Wenn jedeR LeserIn nur zehn Euro überweist, ist der Weiterbestand von PRIDE ge­sichert! Vielen Dank.
Das Redaktionsteam